Googles Vorgänger Das waren die wertvollsten Unternehmen der Welt

Die Google-Mutter Alphabet hat Apple überholt und ist jetzt der wertvollste Konzern der Welt. Doch eine Auswahl historischer Nummer-eins-Unternehmen zeigt: Die großen Hypes waren selten von Dauer.

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Bei Google ist man Superlative gewohnt. Doch der jüngste Rekord ist auch für die erfolgsverwöhnten Kalifornier etwas Besonderes: Nach einem überraschend großen Gewinnsprung zog der Aktienkurs des Mutterkonzerns Alphabet kräftig an - nun ist das Unternehmen das mit dem weltweit höchsten Börsenwert.

Google führt eine illustre Reihe fort: die der wertvollsten Unternehmen der Welt. Sie beginnt vor mehr als 400 Jahren mit dem holländischen Handelsunternehmen East India Company, umfasst Auto- ebenso wie Computerpioniere. Und so eindrucksvoll der Blick zurück ist, zeigt er eines überdeutlich: Wie in der Politik sind Weltmächte auch in der Wirtschaft selten von Dauer.

dab



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larsmach 02.02.2016
1. Volatilität einzigartig
In der realen Wirtschaft bauen Unternehmen weltweite Netzwerke, beispielsweise aus Service-Unternehmen und (Ersatzteil-)Lägern auf, um ihre Marktanteile zu erreichen - und diese lassen sich entsprechend schwerlich entreißen. In Zeiten virtueller Werte und schneller Klicks eines jungen Publikums, das kontinuierliche Reize braucht, um nicht einschlafen oder wegzuklicken, sind etliche große Konzerne nach weniger als einem Jahrzehnt schon wieder in der Versenkung verschwunden. Europa tut gut daran, US-amerikanische Preisexzesse bei der Bewertung von Unternehmen nicht nachzueifern. In den USA ist marktschreierisches Anpreisen einer Prise Substanz üblich, um schillernde Fassenden aufzubauen. In Europa liegen Weltmarktführer hingegen versteckt zwischen kleinen Gemeinden und der nächstgelegenen Bundesstraße - und schaffen Millionen voll versicherte Arbeitsplätze. Eine Marke wie Apple produziert hingegen eher virtuell - und besonders gerne ganz weit weg.
TS_Alien 02.02.2016
2.
Das Sammeln von Informationen und das Verkaufen von Werbeflächen reicht heutzutage aus, um beim Börsenwert ganz nach oben zu kommen. Leider hat Google in einigen Bereichen eine Marktmacht erreicht, die nicht gut ist, denn die Werbeeinnahmen von Google bezahlen alle Kunden der beworbenen Produkte indirekt selbst. Android nervt mittlerweile. Man ist bei Updates auf die Gerätehersteller angewiesen. Und das Betriebssystem wird immer voller gestopft. Die machen den gleichen Fehler wie MS bei Windows.
genezyp kappen 02.02.2016
3. Zwei Ostindienkompanien verwechselt
In der Unterschrift zu Bild 12 wurde zwar die (englische) East India Company genannt (und dazu auf dem Bild zwei britische (Kriegs-!)Schiffe gezeigt). Auf in Amsterdam gegründet und auf der Börse zu Amsterdam gehandelt wurde aber nicht die britische East India Company, sondern die niederländische Vereenigde Oostindische Compagnie. Ein völlig anderes, zu der britischen Ostindien-Kompanie im Wettbewerb stehendes Unternehmen. Die britische Ostindien-Kompanie hat sich meines Wissens nicht an Tulpenspekulationen beteiligt, da in Großbritannien Tulpenzwiebeln kein Spekulationsgut waren. Bitte das Bild und die Beschreibung passend korrigieren.
slade 02.02.2016
4. Ja, endlich!
Ich will ein Alphabet. Ist es billiger als ein Apple? Wer hat Erfahrung?
jo.ke 02.02.2016
5. Niederländisch
Wurde auch schon im 17ten Jhr. In der Republik der Vereinigten Niederlanden gesprochen. Also hiess es ganz niederländisch: Vereenigde Oostindische Compagnie und mit der Tulpenmanie an den Börsen des frühen 17ten Jhr. hat ihr Aufstieg rein gar nichts zu tun. Beides spielt zwar im gleichen Zeitraum und an gleicher Stelle, steht aber völlig unabhängig von einander. Tulpenzwiebel wurden bestimmt nicht von der V.O.C. hin und hergeschoben, noch hat Tulpenhandel etwas mit dem Handel östlich vom Kap der Guten Hoffnung zu tun. Diese information kann man sich überigens ganz einfach selber zusammen-googlen. Wenn man schon ein Artikel aus dem Englischen übersetzt (wie käme man sonst dazu die V.O.C. in East India Company umzubenennen) sollte man wenigstens recherchieren ob im ursprünglichen Artikel alle Angaben stimmen.
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