Action-Kameras GoPro muss alle Kameradrohnen zurückrufen

Das Projekt heißt "Karma", steht aber unter keinem guten Stern: Der Action-Kamerahersteller GoPro hat die Einführung seiner Drohnenkamera verpatzt. Ausgelieferte Geräte werden zurückgerufen - wegen Stromausfällen.

GoPro-Drohne "Karma"
AFP

GoPro-Drohne "Karma"


Nur wenige Wochen nach dem Verkaufsstart hat der vor allem bei Extremsportlern beliebte Kamerahersteller GoPro seine faltbare Drohne "Karma" zurückgerufen. Eine "kleine Zahl" an Käufern habe Stromausfälle während des Flugs gemeldet, es gebe aber keine Berichte von Verletzten oder Beschädigungen, teilte der Hersteller mit. Da Sicherheit "höchste Priorität" habe, rufe das Unternehmen alle der rund 2500 bisher verkauften Exemplare zurück. Die Käufer sollen demnach ihr Geld zurückbekommen.

GoPro hatte die knapp 800 Dollar (725 Euro) teure Drohne erst im September vorgestellt und im Oktober in den Handel gebracht. In der Hoffnung auf ein gutes Weihnachtsgeschäft warb das Unternehmen damit, dass "Karma" mit der Minikamera Hero5 an Bord "fantastisch fließende Aufnahmen" aus der Luft ermögliche.

GoPro baut vor allem kleine robuste Kameras, die zum Beispiel an Helme montiert werden können. So können etwa Sportler waghalsige Aktionen filmen, ohne eine Kamera in den Händen halten zu müssen. Lange war GoPro ein Synomym für solche Kameras - mittlerweile hat die Konkurrenz aber kräftig aufgeholt.

beb/AFP



insgesamt 7 Beiträge
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coldwarrior 09.11.2016
1. Ohne Details der Drohne
zu kennen; ich habe selber zwei verhältnismäßig günstige Drohnen. Die GoPro Drohne hat schon mal keinen Rotorschutz. Fliegt man irgendwo gegen oder rein ist der Rotor ab. Dafür 700? und das wahrscheinlich ohne Kamera. Ganz schön happig. Faltbar? Die Rotorenarme? Schlechtes Karma. Sowieso! Was hat ne Drohne mit Karma zu tun??
spiegelleser987 09.11.2016
2.
Die Ursache wird mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Käufer liegen. Ich gehe davon aus, dass Lithiumakkus eingebaut sind. Sind die auf unter 5% entladen und werden danach nicht sofort aufgeladen, sind die für immer defekt und lassen sich nie wieder aufladen.
UnNamedGER 09.11.2016
3. @cold warrior
Welche "richtige" kameradrohne hat denn einen Rotor Schutz? Ich habe bislang eigentlich nur Spielzeug Drohnen mit solchen Käfigen gesehen.
les2005 09.11.2016
4.
Zitat von spiegelleser987Die Ursache wird mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Käufer liegen. Ich gehe davon aus, dass Lithiumakkus eingebaut sind. Sind die auf unter 5% entladen und werden danach nicht sofort aufgeladen, sind die für immer defekt und lassen sich nie wieder aufladen.
GoPro würde wohl kaum einen Rückruf starten, der ihnen im schlimmsten Fall die Existenz, auf jeden Fall aber das wichtigste Quartal des Jahres ruiniert, wenn es um einen Bedienungsfehler ginge. Zumal ich von einer $700 Drohne erwarte, daß sie nicht den Akku leerfliegt und dann irreparabel abstürzt, sondern eine einigermaßen intelligente Ladeelektronik aufweist, die z.B. eine Tiefentladung verhindert, so wie jedes Handy auch.
sonnemond 09.11.2016
5. Ich hoffe die Dinger stürzen alle ab
Drohnen sind eine Zumutung und gefährlich. Nur was für infantile Technikfreaks. Reine Fahrlässigkeit, so was überhaupt zuzulassen. Der Spiegel muss den Quatsch nicht mitmachen.
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