Griechenland Deutsche Firma erhält Zuschlag für Hafen von Thessaloniki

Die Stadt Thessaloniki hat ihren Hafen an internationale Investoren verkauft, darunter auch eine deutsche Firma. Vor wenigen Wochen hatte bereits Fraport 14 Flughäfen in Griechenland übernommen.

Containerterminal (Symbolfoto)
dpa

Containerterminal (Symbolfoto)


Eine Investorengruppe mit deutscher Beteiligung steht vor der Übernahme des zweitgrößten Hafens Griechenlands. Das Konsortium habe das höchste Angebot für den Hafen von Thessaloniki abgegeben, teilte die Privatisierungsbehörde HRADF mit. Der Deal sei der Beginn "einer neuen Ära für den Hafen, die Stadt und die lokale Wirtschaft", hieß es in einer Stellungnahme.

Vor wenigen Wochen hatte bereits der deutsche Flughafenbetreiber Fraport die Flughäfen von Thessaloniki und 13 weiteren griechischen Städten übernommen.

Die Investorengruppe (bestehend aus dem deutschen Unternehmen Deutsche Invest Equity Partners, dem griechisch-russischen Investor Iwan Savvidis und der französischen Firma Terminal Link) soll zunächst für 231,9 Millionen Euro 67 Prozent des Hafens übernehmen. In den kommenden sieben Jahren zahlt das Konsortium weitere 180 Millionen Euro. Insgesamt soll das Abkommen über 1,1 Milliarden Euro wert sein und bis 2051 laufen. Der griechische Rechnungshof muss dem Vertrag noch zustimmen.

Seit Sommer 2014 soll der Hafen privatisiert werden. Zunächst scheiterte das Vorhaben an politischem und gewerkschaftlichem Widerstand. Einnahmen aus Privatisierungen sind ein wesentlicher Bestandteil des sogenannten griechischen Rettungspakets. Bis 2018 soll das Land sechs Milliarden Euro aus Verkäufen von öffentlichen Einrichtungen erwirtschaften.

gec/jan

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insgesamt 62 Beiträge
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Seite 1
j.christinck 24.04.2017
1.
wie wäre es statt eines hafen mal die zig billionen kubikmeter gas, die griechenland hat, anzugehen? damit könnte man deren schulden in kürze nicht nur finanzieren, sondern vollständig zurückzahlen
Havenpirat 24.04.2017
2. na prima
Schäuble macht den griechichen Staat kaputt und deutsche Firmen kaufen ür n Butterbrot ein.....
jaka778 24.04.2017
3. Verflechtungen und Nationalstaat
Auch wenn ja inzwischen schon jeder zweite Gebildete Mensch das Faktum für obsolet gegenüber der Befindlichkeit zu halten scheint - derlei Offenlegung der unvermeidlichen und ja bisweilen sogar sinnvollen internationalen staatlich-wirtschaftlichenVerflechtung (Stichwort: Wem gehören die Wasserwerke in vielen deutschen Städten) könnte ja evtl dazu beitragen, die Absurdität der Idee des isolierten Nationalstaates aufzudecken. Und ja - keiner der beiden Ansätze löst kulturelle Herausforderungen die durch Migration entstehen. Ein grundverschiedenes Problem, das mit dem Nationalstaat wesentlich weniger zu tun hat, als es der heutige "Common Sense" sich täglich wieder erzählt, seit es in der herzlichsten Stadt Deutschlands ein verdammt beschissenes Silvester gab.... Das wäre dann eine gute Gelegenheit mal anzufangen, das Problem auf der richtigen Ebene anzusiedeln und neu zu formulieren. Dann könnten neue Lösungen für die richtigen Probleme entstehen
verbraucher6787654 24.04.2017
4. Wo führt das nur hin?
Wie soll Griechenland gesunden, wenn es nicht mehr über die eigene Infrastruktur bestimmen kann? Das kann zu nichts gutem führen. Offensichtlich ist jeder gesumde Menschenverstand abhanden gekommen.
blitzunddonner 24.04.2017
5. nie gehört, wenn wahr, dann ist es die schröder-putin-connection, die kein interesse an russischem gas hat.
Zitat von j.christinckwie wäre es statt eines hafen mal die zig billionen kubikmeter gas, die griechenland hat, anzugehen? damit könnte man deren schulden in kürze nicht nur finanzieren, sondern vollständig zurückzahlen
nie gehört, wenn wahr, dann ist es die schröder-putin-connection, die kein interesse an griechischem gas hat. mittlerweile gehören ja sogar die nationalen gasreserven deutschlands russischen firmen. da muss ich nicht rechtsradikal werden, um zu erkennen, wie schwachsinnig das ist, sondern nur bei klarem verstand sein. stattdessen erleben wir den ausverkauf griechenlands. das hilft über ein paar kredite hinweg, aber zerstört die zukunft des landes.
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