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Nach Dreitageskursrutsch: Athener Börse wieder im Plus

Nach drei Verlusttagen in Folge hat sich die griechische Börse wieder stabilisiert. Der Leitindex legte um zwei Prozent zu. Sogar die Aktien von zwei wichtigen Kreditinstituten erholten sich.

Kurstafeln an der Athener Börse: Kein Ende der Berg- und Talfahrt in Sicht Zur Großansicht
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Kurstafeln an der Athener Börse: Kein Ende der Berg- und Talfahrt in Sicht

Erstmals seit ihrer Wiedereröffnung verzeichnet die griechische Börse ein Plus. Am Donnerstagvormittag legte der Leitindex Athex Composite zeitweise um 3,2 Prozent zu. Auch die Kurse von zwei der größten Banken des Landes erholten sich deutlich.

Die Aktien der Nationalbank und der Eurobank erzielten Gewinne von 18 beziehungsweise 9,6 Prozent. Die Anteilspapiere der Piraeus Bank dagegen lagen mit fünf Prozent im Minus. Doch auch hier gebe es Tendenzen nach oben, berichteten Börsenmakler. Die Alpha Bank verlor elf Prozent.

Der griechische Bankenindex konnte aber zulegen, in der Spitze um 13 Prozent. Seit Wochenbeginn hatten die Finanztitel mehr als 60 Prozent an Wert eingebüßt, der Leitindex verlor rund 19 Prozent. Die Berg- und Talfahrt an der Börse dürfte wohl noch eine Weile anhalten, prognostizierte ein Händler.

Am Montag - dem ersten Handelstag nach gut einem Monat Zwangspause - hatte es an der Athener Börse einen Kurssturz um gut 16 Prozent gegeben. Die Schließung der Börse war Teil der am 29. Juni verhängten Kapitalverkehrskontrollen, die einen Zusammenbruch der griechischen Banken verhindern sollten. Die Griechen hatten in den vergangenen Monaten aus Angst vor Bankenpleiten mehrere Milliarden Euro von ihren Konten abgehoben.

Die Lage der Geldinstitute bleibt deshalb prekär. Die Finanzinstitute werden mit Nothilfen der griechischen Notenbank über Wasser gehalten, die die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt genehmigen muss. Der normale Zugang zu frischem EZB-Zentralbankgeld ist den griechischen Instituten bereits seit Februar versperrt. Die Banken benötigen laut Schätzungen 25 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung.

Viele Bankenwerte sind inzwischen auf das Niveau von Penny-Stocks gefallen, kosten also weniger als einen Euro. Die Aktien der vier wichtigsten Geldhäuser National Bank of Greece, Bank of Piraeus, Alpha Bank und Eurobank notierten an der Börse am Donnerstag zwischen 0,57 und 0,06 Euro.

Schuldenkrise in Griechenland

mmq/Reuters/dpa-AFX

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Pennystocks
CommonSense2006 06.08.2015
Im Ernst, von einer Erholung der Lage zu reden, weil zwei Pennystocks ein wenig aufwärts zucken, das ist etwas arg übertrieben, zumal die anderen beiden Banken weiter verlieren. Das sind Kursausschläge, die von Spekulanten mit so kleinen Summen verursacht werden, dass andere Leute sich dafür einen Gebrauchtwagen kaufen. Kein Zeichen für eine Erholung.
2.
w.diverso 06.08.2015
Aktienkurse geben nur wieder, was die Käufer und Verkäufer von den Aktien erwarten. Bei griechischen Bankaktien war die Entwicklung dieser Woche vorher schon klar. Alle die kein Vertrauen in ihre Aktien hatten oder schlicht Geld brauchten, haben verkauft. Die die auf eine positive Entwicklung hoffen haben gekauft. Voraussichtlich werden aus vier Banken zwei werden. Dadurch können Banken mit besseren Aussichten und einem höheren Kurs entstehen. Wo es wirklich mit der griechischen Börse hingeht, wird man nach dem Ausgang der Verhandlungen mit der EU sehen. Wenn eine Reduzierung der Vetternwirtschaft und der Korruption erreicht wird, kann auch aus Griechenland noch was werden.
3. Eigentlich kein Wunder
demokroete 06.08.2015
Wenn hinter dem Pleitestaat Merkel und Junker mit uneingeschränkten Finanzgarantien stehen und Draghi die Druckerpresse bedient, dann erholt sich sogar das Papier eines Finanzinstituts, das normalerweise schon vor 10 Jahren knattern gegangen wäre.
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Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Prokopis Pavlopoulos

Regierungschef: Alexis Tsipras

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