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Kurssturz: Angst vor Euro-Aus Griechenlands erschüttert Aktienmärkte

Akropolis in Athen: Wirbel vor den Parlamentswahlen Zur Großansicht
DPA

Akropolis in Athen: Wirbel vor den Parlamentswahlen

Die Bundesregierung schließt ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone nicht mehr aus - und sorgt damit für Panik am Athener Aktienmarkt. Der Leitindex Athex bricht um mehr als fünf Prozent ein. Auch in Deutschland fallen die Kurse.

Hamburg - Die Spekulationen über einen drohenden Euro-Austritt Griechenlands lassen die Aktienkurse europaweit einbrechen. Am stärksten fielen die Kurse am Montag in Athen: Der dortige Leitindex Athex brach um 5,6 Prozent ein. In Frankfurt verlor der Dax Chart zeigen drei Prozent. Der EuroStoxx 50 Chart zeigen, der die 50 größten Konzerne der Eurozone abbildet, fiel um 3,8 Prozent.

Anlass für den Kursrutsch ist die Angst der Investoren, Deutschland könnte Griechenland fallen lassen, falls die dortige Regierung sich nicht mehr an die Reformvereinbarungen hält.

Der SPIEGEL hatte am Wochenende berichtet, dass die Bundesregierung entgegen ihrer bisherigen Linie bereit ist, Griechenland notfalls aus der Eurozone ausscheiden zu lassen. Sowohl Kanzlerin Angela Merkel als auch Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) halten demnach einen Austritt des Landes aus der Gemeinschaftswährung für verkraftbar.

In Griechenland werden am 25. Januar vorgezogene Neuwahlen abgehalten. In Umfragen liegt derzeit die linke Partei Syriza vorn, die den bisherigen Spar- und Reformkurs des Landes ablehnt.

Offiziell will die Bundesregierung keine Drohung in Richtung Griechenland abgeben. "Wir respektieren die souveräne Entscheidung der griechischen Wähler und warten jetzt einmal ab", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Es gebe keinen Kurswechsel in der Politik gegenüber Athen. Die Hilfszusagen der EU seien ebenso langfristig wie die Reformversprechen Athens. Ausdrücklich dementieren wollte Seibert die SPIEGEL-Informationen allerdings nicht.

Kritik an der Debatte übten die EU-Kommission und Frankreichs Präsident François Hollande. Über mögliche Szenarien wie einen Euro-Austritt Griechenlands spekuliere die Kommission nicht, sagte eine Sprecherin der Behörde in Brüssel. Die Mitgliedschaft in der Gemeinschaftswährung sei gemäß dem Vertrag von Lissabon "unwiderruflich". Hollande sagte, über den Verbleib des Landes im Euro entscheide allein Griechenland.

Die Debatte belastete am Montag auch den Wechselkurs des Euro. Er fiel zeitweise auf 1,1864 Dollar - und damit auf den tiefsten Stand seit März 2006. Vor rund einem halben Jahr hatte die Gemeinschaftswährung noch 1,40 Dollar gekostet.

stk/dpa/Reuters

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insgesamt 115 Beiträge
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1. Wiege der Demokratie
paulvernica 05.01.2015
Das war doch auch mal ein Argument warum Griechenland nicht aus der Eurozone soll. Gilt das jetzt nicht mehr ?
2. Der Anfang
farttos 05.01.2015
...vom ENDE.
3. Respekt Frau Merkel
gaxe04 05.01.2015
Wieder einmal bringen Sie die Märkte durch unbedachtes Gelaber zum Beben. Von wem kam der Auftrag?
4. Rohrkrepierer ...
carahyba 05.01.2015
Fr. Merkel muss jetzt erstmal überlegen was sie nun genau gesagt hat. Im Zweifelfall hat sie garnichts gesagt und SpOn muss nun erklären wie es zu dieser Erklärung kam. Ales sehr windig, wie vorhergesagt, diese Aktion wird zum Rohrkrepierer.
5.
kilix.brandenburg 05.01.2015
Nee, das kann ich jetzt nicht glauben. Hieß es nicht noch am vergangenen Freitag, die Wahlen in Griechenland lassen die "Märkte" kalt? Töz, töz
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Fläche: 131.957 km²

Bevölkerung: 11,063 Mio.

Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Prokopis Pavlopoulos

Regierungschef: Alexis Tsipras

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