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Klaus Regling: ESM-Chef erwartet drittes Hilfspaket für Griechenland

Griechenland macht der Euro-Zone weiter Sorgen: Die hochverschuldete Regierung dürfte 2014 ein drittes Rettungspaket brauchen, sagt Klaus Regling, der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM. Optimistischer beurteilt er die Lage in Portugal.

ESM-Chef Regling: Weiteres Hilfspaket nötig Zur Großansicht
REUTERS

ESM-Chef Regling: Weiteres Hilfspaket nötig

Berlin - Klare Worte vom Chef des Euro-Rettungsfonds ESM: Griechenland dürfte nach Einschätzung von Klaus Regling im kommenden Jahr ein drittes Hilfspaket benötigen. Es sei absehbar, dass Griechenland 2014 noch nicht eigenständig am Markt mit neuen Anleihen Geld aufnehmen könne, sagte Regling im "Handelsblatt" vom Freitag. "Insofern wird Griechenland wahrscheinlich ein weiteres Hilfspaket benötigen." Die Entscheidung liege bei den Euro-Finanzministern.

Regling ist nicht der erste, der seine Erwartungen an ein drittes Rettungspaket öffentlich macht. Auch Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte kurz vor der Bundestagswahl Ähnliches gesagt - allerdings ohne neue Zahlungen der Partnerländer explizit zu erwähnen.

Optimistischer äußerte sich Regling mit Blick auf Portugal. Er halte es für "noch nicht ausgemacht", dass das Land ebenfalls weitere Hilfen seiner Partner brauche. Die internationalen Geldgeber hatten die Sanierungsbemühungen Portugals gerade geprüft und für ausreichend befunden. "Das Programm bleibt im Großen und Ganzen auf Kurs", hieß es.

Zuversichtlich äußerte sich Regling, was die Stabilität der europäischen Banken angeht. "Ich habe keine Anhaltspunkte dafür, dass wir in der nächsten Zeit größere Bankenprobleme in Europa erleben werden", sagte er. Insgesamt sei das Vertrauen an den Märkten in die Krisenstaaten und in den Euro gestiegen.

Dass die Renditen von Staatsanleihen gerade von Problemstaaten gesunken seien, habe nicht nur mit der Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu tun, gegebenenalls unbegrenzt Anleihen dieser Länder aufzukaufen. Vielmehr hätten diese Staaten auch selbst große Fortschritte gemacht.

ssu/Reuters

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1.
bognatz 04.10.2013
Zitat von sysopREUTERSGriechenland macht der Euro-Zone weiter Sorgen: Die hochverschuldete Regierung dürfte 2014 ein drittes Rettungspaket brauchen, sagt Klaus Regling, der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM. Optimistischer beurteilt er die Lage in Portugal. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/griechenland-esm-chef-regling-erwartet-drittes-hilfspaket-a-926029.html
Wieviel sollen wir denn noch zahlen? Neuerdings ist auch ein "Rettungsfond" für die Arbeitslosen in diesen Ländern in der Diskussion. Da fällt mir eine Frage des ehemaligen Bundespräsidenten Wulff ein: "Wer rettet die Retter"?
2. Lieber Herr Regling
theodorheuss 04.10.2013
Zitat von sysopREUTERSGriechenland macht der Euro-Zone weiter Sorgen: Die hochverschuldete Regierung dürfte 2014 ein drittes Rettungspaket brauchen, sagt Klaus Regling, der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM. Optimistischer beurteilt er die Lage in Portugal. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/griechenland-esm-chef-regling-erwartet-drittes-hilfspaket-a-926029.html
für solche ganz und gar unerwarteten und nicht vorhersehbaren Aussagen sind sie zum Chef des ESM Fonds gemacht geworden. Bravo, ich beglückwünsche sie zu dieser Meisterleistung. Sie sind ein wirklich heller Kopf! Griechenland wird auch über dieses Dritte Paket hinaus noch erhebliche Transferleistungen nötig haben. Wo bitte kann ich mich mit meinem Sachverstand auf einen Job bei ihrem "Fond" bewerben?
3. Na da schau her
nouras 04.10.2013
Und das ein paar Wochen nach der Bundestagswahl... Mal sehen, wann der nächste, NOCH dickere Hund kommt. Dann ist das Geschrei in der Bevölkerung wieder groß - aber lediglich 4,7% der Wähler hätten DANN das Recht dazu, sich darüber zu empören...
4. Plötzlich und unerwartet....
punkorrekt 04.10.2013
Zitat von sysopREUTERSGriechenland macht der Euro-Zone weiter Sorgen: Die hochverschuldete Regierung dürfte 2014 ein drittes Rettungspaket brauchen, sagt Klaus Regling, der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM. Optimistischer beurteilt er die Lage in Portugal. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/griechenland-esm-chef-regling-erwartet-drittes-hilfspaket-a-926029.html
....braucht Griechenland ein neues Hilfspaket. Und keiner hat es vor der Wahl gewusst. Lasst Euch nur weiter von den Blockparteien verarschen, liebe Leute!
5. Ich erwarte sogar ein 4. und 5. Rettungspaket für GR
FreakmasterJ 04.10.2013
Zitat von sysopREUTERSGriechenland macht der Euro-Zone weiter Sorgen: Die hochverschuldete Regierung dürfte 2014 ein drittes Rettungspaket brauchen, sagt Klaus Regling, der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM. Optimistischer beurteilt er die Lage in Portugal. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/griechenland-esm-chef-regling-erwartet-drittes-hilfspaket-a-926029.html
Wer hätte ernsthaft geglaubt Schäuble offenbart den Wählern vor der Wahl wieviel Geld wir die nächsten 2 Jahrzehnte noch in Griechenlands Rettung versenken dürfen??? Beim 3. Rettungspaket wird es bestimmt nicht bleiben und wenn doch, dann nennt man die folgenden Kinder anders... Stabilisierungssubventionen, Aufbauhilfen, Jununternehmerförderung,... irgendwelche Phantasiebegriffe wird man sich da schön zusammenkonstruieren, damit es nicht heißt "Rettungspaket die Fünundzwanzigste". Aber selbst die Bild-Zeitung wird es nicht wagen mit der Schlagzeile X Mrd. TEURO bisher in GR versenkt, weitere Y stehen uns noch die nächsten 10 Jahre oder 20 Jahre bevor". Und die Tatsache, dass es für Portugal und für andere Länder des Club Med noch keine Rettungspakete gibt, bedeutet ja nicht, dass diese Länder kein Geld von der EU bzw. von anderen Institutionen erhalten, welche auch von der BRD gesponsert werden; diese Info geht auch nur allzu häufig unter!!
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