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Nervöse Finanzmärkte: Schuldenpoker lässt griechische Aktienkurse abrauschen

Die Hängepartie im griechischen Schuldenstreit drückt auf die Stimmung an den Finanzmärkten. Die Börsenkurse in Athen fallen, Bankaktien verlieren mehr als sechs Prozent an Wert.

Notenbank-Zentrale in Athen: Griechische Märkte leiden unter Ungewissheit Zur Großansicht
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Notenbank-Zentrale in Athen: Griechische Märkte leiden unter Ungewissheit

Die Ungewissheit über die finanzielle Zukunft Griechenlands hat den Athener Leitindex ins Rutschen gebracht. Die Börse verlor in der Spitze 3,2 Prozent, der entsprechende Bankenindex sogar 6,1 Prozent.

Auch am Rentenmarkt ging es mit den Kursen bergab. Im Gegenzug stiegen die Renditen der zehnjährigen Staatspapiere auf 11,3 Prozent von 10,8 Prozent im Schlussgeschäft des Vortags. Das heißt: Anleger verlangen eine höhere Verzinsung, wenn sie Geld in griechische Papiere investieren.

Eine Einigung im Schuldenstreit liegt noch immer in weiter Ferne. Griechenland bekommt nun allerdings mehr Zeit zur Begleichung seiner Milliardenschulden an den Internationalen Währungsfonds. Der IWF gewährte der Regierung in Athen Aufschub für eine eigentlich am Freitag fällige Kredittranche in Höhe von 300 Millionen Euro. Mit anderen Worten: Eine substanzielle Entscheidung ist vertagt, die Unsicherheit bleibt - und das sorgt für Unruhe an den Finanzmärkten.

Zurückhaltung vor US-Arbeitsmarktbericht

Entgegen erster Planungen soll es am Freitag nun doch kein Spitzentreffen auf EU-Ebene zur Lösung der griechischen Finanzkrise in Brüssel geben. Die nächste Möglichkeit für ein Spitzentreffen gibt es laut EU-Diplomaten jetzt erst wieder Mitte kommender Woche.

Die Hängepartie drückt auch auf den Dax. Der deutsche Leitindex verlor im frühen Handel weitere 0,7 Prozent auf 11.261 Punkte. Auch überraschend gute Auftragszahlen aus der deutschen Industrie halfen dem Dax am Freitag nicht auf die Sprünge.

Die Nervosität der Anleger zeigt sich auch in den Ausschlägen an den europäischen Anleihemärkten und beim Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung reagierte allerdings positiv darauf, dass die Zahl der Bestellungen in der deutschen Industrie um 1,4 Prozent anzog.

Zurückhaltung herrscht auch wegen des bevorstehenden US-Arbeitsmarktberichts. Anleger erhoffen sich von den Jobdaten neue Hinweise auf den Zeitpunkt der geplanten Zinswende in den USA. Sollte der Bericht robust ausfallen, könnte dies den Dollar stärken und den Euro tendenziell unter Druck bringen, weil eine gute Verfassung der US-Konjunktur für eine baldige Zinserhöhung spricht.

bos/Reuters

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insgesamt 35 Beiträge
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1. Mit anderen Worten
Zündkerze 05.06.2015
hätte man die Schulden nicht gestundet wäre Griechenland jetzt auch offiziell zahlungsunfähig. Ich denke der Zeitpunkt eines weiteren Schuldenschnitt kommt rapide näher. Alles andere würde diese unerträgliche Hängepartie endlos machen.
2.
NaljiaSkal 05.06.2015
"Schuldenpoker lässt griechische Aktienkurse abrauschen" - wie oft ich diese Schlagzeile jetzt schon gelesen habe. Mich wundert, dass die überhaupt noch Aktien haben, die noch weiter runter rutschen können ...
3. Wann ist es so weit?
hapebo 05.06.2015
Rinn in die Kartoffel, raus aus der Kartoffel. Dieses Affentheater geht einem auf den Keks,seit Monaten jeden Tag die gleiche Leier,hat sich was geändert,nein,nein und nochmals nein.Fazit: man will keine Lösung.Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
4. nervöse Märkte = gut
thrill 05.06.2015
"Nervöse Märkte" bedeutet nichts anderes, als dass die Profitgier jener, die normalerweise von den Krisen, Schulden und dem sonstigen Finanzmarkt-Wahnsinn profitieren, für einen Augenblick ins Stocken gerät. Dauerhaft nervöse Märkte wären solche, in denen niemand mehr auf Staatspleiten spekuliert.
5. Ich
Lebonk 05.06.2015
würde auch mein Geld abziehen. Woher sollen denn die 1,5 Milliarden am Monatsende kommen, wenn heute nicht mal 300.000€ gezahlt werden können ? Und wie geht es dann weiter ? 4., 5., 6. Hilfspaket ? Ich möchte mich als Steuerzahler nicht mehr daran beteiligen. Und wenn unsere Regierung nicht in der Lage ist, zu sagen, nun reicht es, sollte sie das Volk befragen, ob Griechenland weiter unterstützt werden soll. Wir haben ohnehin schon 80 Milliarden in den Sand gesetzt.
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Fläche: 131.957 km²

Bevölkerung: 10,858 Mio.

Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Prokopis Pavlopoulos

Regierungschef: Alexis Tsipras

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