Größter Chemiekonzern der Welt BASF verdient so viel wie nie

4,6 Milliarden Euro Gewinn machte der größte Chemiekonzern der Welt im vergangenen Jahr. Jetzt will BASF Hunderte neue Jobs in Deutschland schaffen.

BASF-Stammwerk in Ludwigshafen: Mehr als 50.000 Mitarbeiter in Deutschland
BASF

BASF-Stammwerk in Ludwigshafen: Mehr als 50.000 Mitarbeiter in Deutschland


Ludwigshafen - Es war die letzte Bilanzpressekonferenz von Jürgen Hambrecht. Und der scheidende BASF-Chef kann zufrieden sein. Denn er hinterlässt seinem Nachfolger einen Chemieriesen in guter Verfassung. "Das Jahr 2011 hat für BASF sehr stark begonnen. Deshalb sind wir optimistisch für das erste Quartal und das Gesamtjahr", sagte der 64-jährige Manager am Donnerstag. Im Mai nach der Hauptversammlung wird Finanzchef Kurt Bock Vorstandsvorsitzender.

BASF Chart zeigen hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt und will weiter kräftig wachsen. 2010 stieg der Erlös um 26 Prozent auf 63,9 Milliarden Euro. Damit machte das Unternehmen den Rückgang im Krisenjahr 2009 mehr als wett. Unter dem Strich erzielte der Dax-Konzern 2010 einen Gewinn von 4,6 Milliarden Euro, nach 1,4 Milliarden Euro im Krisenjahr 2009.

Von Oktober bis Ende Dezember 2010 setzte BASF nach eigenen Angaben 16,4 Milliarden Euro um, 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich stand ein Quartalsgewinn von 1,1 Milliarden Euro, nach 455 Millionen Euro in den letzten drei Monaten des Vorjahres.

In diesem Jahr sollen in Deutschland 800 neue Stellen entstehen, 500 davon am Hauptsitz in Ludwigshafen, sagte Hambrecht. Der Konzern wolle die Zahl der Beschäftigten in Deutschland damit auf 51.600 erhöhen.

Sorgen bereitet Hambrecht die Krise in Libyen. Die für Öl- und Gasförderung zuständige BASF-Tochter Wintershall ist in dem nordafrikanischen Land stark vertreten, sie hat 453 Mitarbeiter. Ein Großteil der nicht aus Libyen stammenden Beschäftigten sei bereits ausgeflogen worden, nur einige seien freiwillig dort geblieben, so Hambrecht.

Die Förderung von Öl und Gas sei vorsorglich eingestellt worden. Der Konzern hoffe auf eine baldige Beruhigung der Lage. Die BASF habe großes Interesse daran, ihre Aktivitäten in dem nordafrikanischen Land fortzuführen.

böl/Reuters/dapd



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
saddamatus, 24.02.2011
1. Na da freuen wir uns doch alle
Und das wurde sogar möglich, weil wir Beitragszahler die BASF solidarisch mit Kurzarbeitergeld alimentiert haben, sogar obwohl sie zeitgleich eine Dividende ausgezahlt hat. Dürfen wir jetzt darauf hoffen, dass die BASF diese Überbrückungshilfe jetzt solidarisch an uns zurückzahlt? Oder müssen das jetzt die Arbeitslosen mit Einsparungen bei den Fortbildungsmaßnahmen zusammensparen?
günter1934 24.02.2011
2. *
Zitat von sysop4,6 Milliarden Euro Gewinn*machte*der größte Chemiekonzern der Welt im vergangenen Jahr. Jetzt will BASF Hunderte neue Jobs in Deutschland schaffen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,747554,00.html
Nicht zuletzt verdient die BASF so schönes Geld und bezahlt hoffentlich auch viel Steuern, weil sie auf allen Ökostrom und Einspeisevergütungen pfeift und sich selbst ein wunderschönes Kraftwerk gebaut hat: http://home.fotocommunity.de/pckcomp/index.php?id=418766&d=1750289 Oben im Bild scheint der Mond, solar illuminiert.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.