Hamburg/Zürich - Es lief nicht gut für UBS in den vergangenen Jahren. Gleich zu Beginn der Finanzkrise häufte die Schweizer Großbank hohe Verluste an, im vergangenen Jahr verzockte der UBS-Händler Kweku Adoboli dann mehr als zwei Milliarden Dollar. Nun will UBS laut übereinstimmenden Zeitungsberichten mit weiteren Kürzungen in seiner Investmentsparte auf die Krise reagieren.
Die Bank werde womöglich noch am Mittwoch 400 Angestellte im Bereich Anleihen und Aktienhandel über ihre Entlassung informieren, erklärte ein Insider zu einem entsprechenden Bericht des "Wall Street Journal". Weitere Entlassungen könnten der Zeitung zufolge in Kürze folgen.
Laut "Financial Times" ("FT") könnte eine von der Bank begonnene Verlagerung des Geschäftsschwerpunkts auf die Vermögensverwaltung sogar Tausende von Jobs kosten. Betroffen seien das Investmentbanking und damit verbundene Bereiche. In einer Verwaltungsratssitzung am Dienstag in New York seien die Pläne beraten worden. Allerdings sei der Prozess noch nicht so weit gediehen, dass die Bank bereits in ihrem Quartalsbericht am 30. Oktober konkrete Pläne bekanntgeben werde.
Die radikalen Sparpläne der UBS
waren vor fast einem Jahr bekannt geworden. Bankchef Sergio Ermotti will unter anderem die IT-Abteilungen zentralisieren, auch hier sollen tausende Stellen bedroht sein. Laut "FT" hat die UBS eine Initiative gestartet, um beim Umbau des Konzerns von anderen Firmen zu lernen. Dazu soll auch der Sportwagenhersteller Porsche gehören.
dab/Reuters
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