Mountain View - Der neue Google-Chef Larry Page macht offenbar vieles besser, als es ihm seine Kritiker zugetraut haben: Der Umsatz des US-Internetkonzerns schoss im zweiten Quartal um 32 Prozent in die Höhe - auf gut neun Milliarden Dollar. Unterm Strich blieben davon als Gewinn 2,5 Milliarden Dollar in den Kassen - das waren 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. "Wir hatten ein großartiges Quartal", sagte Mitgründer Page am Donnerstagabend am Firmensitz im kalifornischen Mountain View.
Google
schnitt damit wesentlich besser ab als erwartet. Der Kurs sprang nachbörslich um satte elf Prozent nach oben. Analysten waren froh, wieder gute Nachrichten von der weltgrößten Web-Suchmaschine kommentieren zu dürfen. Zuletzt hatten sie den ausufernden Expansionskurs bemängelt, nun lobten sie die Strategie.
Page verteidigte den Kurs: "Unsere neu hinzugekommenen Produkte können für Google auf lange Sicht riesige neue Geschäfte hervorbringen, genau wie das Suchmaschinen-Business. Und wir haben massenhaft Erfahrung darin, Produkte über eine gewisse Zeit in Geld umzuwandeln."
Für das Unternehmen scheint sich der Vorstoß in die sogenannte Display-Werbung - das sind grafische Anzeigen - sowie in die Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones gelohnt zu haben. Bislang hatte Google vor allem an schlichten Textanzeigen im Umfeld seiner Suchmaschinenergebnisse verdient.
Erst kürzlich hat der Konzern zudem sein eigenes soziales Netzwerk an den Start gebracht und ist damit in Konkurrenz zu Facebook getreten. "Ich bin total überwältigt davon, wie gut Google+ ankommt", sagte Page. Mehr als zehn Millionen Menschen haben sich inzwischen angemeldet. Noch läuft allerdings die Testphase.
Auch das Geschäft mit der Handy- und Tablet-Betriebssoftware Android des Apple-Rivalen machte sich gut. Mehr als 135 Millionen Geräte - beispielsweise von Motorola und Samsung Electronics - laufen auf Android. Den Browser Chrome nutzen laut Page mehr als 160 Millionen Menschen.
yes/dpa/Reuters
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