Säureattacke auf Innogy-Manager Energiekonzerne verschärfen Sicherheitsmaßnahmen

Nahe Düsseldorf wurde ein Vorstandsmitglied der RWE-Tochter Innogy bei einem Säureangriff verletzt. Die Energiekonzerne achten deshalb nun verstärkt auf die Sicherheit ihrer Mitarbeiter.

Innogy in Essen
DPA

Innogy in Essen


Nach dem Säureangriff auf den Innogy-Manager Bernhard Günther haben die großen Energiekonzerne ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht. "Wir stimmen unsere Sicherheitsmaßnahmen eng mit der Polizei ab", sagte ein Sprecher der Essener RWE AG. Man habe "angemessene Maßnahmen" ergriffen, sagte eine Unternehmenssprecherin des Karlsruher Energieversorgers EnBW der "Heilbronner Stimme". "Wir beschränken uns dabei nicht auf den Vorstand."

Auch bei E.on hieß es, die Sicherheitsmaßnahmen würden verstärkt. Bei Innogy wurde der Schutz ebenfalls hochgefahren. Konkrete Angaben zu den Vorkehrungen machten die Sprecher der Unternehmen nicht.

Der Innogy-Manager Bernhard Günther war am Wochenende in Haan bei Düsseldorf von zwei unbekannten Männern angegriffen und mit Schwefelsäure überschüttet worden. Der 51-jährige Finanzvorstand des Essener Energieversorgungsunternehmens wurde schwer verletzt. Die Täter sind laut Polizei auf der Flucht.

Bei Innogy übernimmt nun Vorstandskollege Hans Bünting kommissarisch die Aufgaben des Finanzvorstands. Entsprechende Medienberichte bestätigte das Unternehmen. Der 53-jährige Bünting ist für erneuerbare Energien zuständig - und hat seit mehr als 20 Jahren diverse Posten bei RWE bekleidet. Vor der Aufspaltung des Konzerns war er von 2012 bis 2016 Chef der damaligen RWE Innogy GmbH. Zuvor war er auch Finanzchef der Firma.

Am Tatort in einer Parkanlage stellten die Ermittler unterdessen einen Handschuh sicher. Die Ermittler hoffen nun, daran DNA zu finden. Der Manager war bereits vor wenigen Jahren beim Joggen attackiert und zusammengeschlagen worden. Laut "Handelsblatt" war er damals noch Finanzvorstand des Mutterkonzerns RWE Chart zeigen. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, ist offen.

apr/Reuters/dpa



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