Haarrisse am A380 Emirates fordert hohe Entschädigung von Airbus

Die Haarrisse am A380 werden zu einem teuren Problem für Airbus: Die Airline Emirates will Schadensersatz von dem Flugzeugbauer. Die Ausfallkosten der Maschinen sollen bis zu 90 Millionen Euro betragen.

Emirates-Maschine auf dem Flughafen München: Alle 21 Jumbos müssen repariert werden
dapd

Emirates-Maschine auf dem Flughafen München: Alle 21 Jumbos müssen repariert werden


London - Sie sind die größten A380-Abnehmer - entsprechend groß ist ihr Druckpotential: Die Fluggesellschaft Emirates Airline will Schadensersatz von Airbus wegen der Haarrisse an Tragflächen des Superjumbos. Emirates-Präsident Tim Clark bezifferte den Geschäftsausfall durch diese Probleme auf bis zu 90 Millionen Dollar bis Ende März. Daher wolle sein Unternehmen eine Entschädigung von der EADS-Tochter, zitiert ihn die "Financial Times". "Es hat eine Menge geschäftliche Probleme verursacht, und wir sind nicht glücklich damit, wie es gelaufen ist", sagte Clark.

Die europäischen Aufsichtsbehörden hatten zuletzt Prüfungen für alle A380-Maschinen angeordnet. Ingenieure hatten zuvor festgestellt, dass die Risse häufiger auftraten. Airbus hat einen Fehler im Herstellungsprozess eingeräumt, betont aber, dass die A380-Flugzeuge dennoch vollkommen sicher seien.

Emirates habe in den bislang untersuchten zehn A380-Fliegern Risse entdeckt, wurde Clark zitiert. Alle 21 Superjumbos der Gesellschaft müssten repariert werden. Emirates hat die größte A380-Flotte. Weitere 69 Flugzeuge des Typs hat die Fluggesellschaft bei Airbus bestellt.

Nachdem der Flugzeughersteller Airbus Anfang des Jahres Haarrisse in den Tragflächen seiner Riesenflugzeuge festgestellt hatte, entdeckten immer mehr Fluggesellschaften Schäden an ihren Vorzeigemaschinen. Anfang Februar hatte etwa ein Mechaniker der australischen Fluggesellschaft Qantas 36 rund zwei Zentimeter lange feine Risse in den Tragflächen eines der Riesen-Airbusse entdeckt.

yes/Reuters



insgesamt 11 Beiträge
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Stelzi 09.03.2012
1. Keine Neuigkeit
Ein völlig üblicher Vorgang wenn ganze Modellreihen gegrounded werden. Die Forderung werden sie aber kaum in Jahr erhalten, sondern als Zusatzrabatt bei künftigen Bestellungen.
soulsearcher 09.03.2012
2. Ach was!
Zitat von sysopdapdDie Haarrisse am A380 werden zu einem teuren Problem für Airbus: Die Airline Emirates will Schadensersatz von dem Flugzeugbauer. Die Ausfallkosten der Maschinen sollen bis zu 90 Millionen Euro betragen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,820245,00.html
Es ist doch wohl klar, dass die betroffenen Airlines die Kosten für die Arbeiten und damit verbundene Ausfälle nicht aus eigener Tasche zahlen. Oder geht's hier wieder einmal nur um Airbus-Bashing?
zephyros 09.03.2012
3. Airbus
muss daraus lernen und deutlich mehr in Materialforschung investieren. Hier besteht Handlungsbedarf und weniger in Zankereien (ausgelöst durch diesen Crétin Peter Hintze),wo in Zukunft der EADS-Hauptsitz hin soll.
Walther I. 09.03.2012
4. Daß diesen....
...Scheichs Schadensersatz zusteht, ist ja wohl klar. Hat aber mit der Ausplünderung durch die Franzosen nichts zu tun. Am besten wäre es, die bauen Flugzeuge, wir bauen Flugzeuge und dann entscheidet der Kunde.
gschrave 09.03.2012
5. Hauptsache Schlagzeile!
Zitat von sysopdapdDie Haarrisse am A380 werden zu einem teuren Problem für Airbus: Die Airline Emirates will Schadensersatz von dem Flugzeugbauer. Die Ausfallkosten der Maschinen sollen bis zu 90 Millionen Euro betragen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,820245,00.html
Risse in Flugzeugen ist tägliches Brot aller Fluggesellschaften. Wie schon mein Prof vom DLR mal sagte, das selbst ein 0,5m langer Riss für Ihn kein Grund war ein Flugzeug wieder auf Reise zu schicken. Das ganze nennt sich Schadensvorhersage. Es kommt immer darauf an wo und wie schnell ein Riss ist. (Man sagt mehrere Risse pro Stunde sind normal) Aluminium ist nun mal der dämlichste Werkstoff für Flugzeuge (und Autos)
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