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Bilanz 2015: Hamburger Hafen ist nur noch Nummer drei in Europa

Containerschiff fährt in Hamburger Hafen ein: Von Antwerpen überholt Zur Großansicht
DPA

Containerschiff fährt in Hamburger Hafen ein: Von Antwerpen überholt

Die schwächelnde Wirtschaft in China trifft Hamburg. Deutschlands größter Containerhafen liegt im europaweiten Vergleich hinter Rotterdam und nun auch Antwerpen. Das Minus 2015: 9,3 Prozent.

Hamburg ist nur noch der drittgrößte Containerhafen Europas. Durch ein deutliches Minus von 9,3 Prozent beim Containerumschlag fiel die Hansestadt in dem Ranking hinter Rotterdam und Antwerpen zurück.

2015 seien 8,82 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen worden, nach 9,7 Millionen im Vorjahr, sagte Axel Mattern, der Marketing-Chef von Hafen Hamburg. 2014 hatte der Hafen allerdings auch das bisher beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt.

Hamburg steht unter zunehmendem Konkurrenzdruck durch die Häfen im Westen, die ihre Kapazitäten zum Teil erweitert haben und breiter aufgestellt sind. So legte der Containerumschlag in Rotterdam in den ersten neun Monaten um ein Prozent zu, in Antwerpen um acht Prozent.

Hauptgrund für den Rückgang waren den Angaben zufolge vor allem Chinas schwächelnder Außenhandel und Russlands Wirtschaftsprobleme. Ein leichtes Plus von 5,8 Prozent verzeichnete der Hafen zwar beim Massengutumschlag, zu dem etwa Öl oder andere Rohstoffe zählen.

Dieser reichte jedoch nicht aus, um die Gesamtbilanz des Hafens auszugleichen. Insgesamt sank der Seegüterumschlag um 5,4 Prozent auf 137,8 Millionen Tonnen.

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Elbe: Havarie vor dem Hamburger Hafen

ade/dpa

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insgesamt 43 Beiträge
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1. Na, ja. Rotterdam und Antwerpen haben einen geographischen Standortvorteil
merkur08 10.02.2016
Abgesehen davon, dass Rotterdam der europaeische Oelhafen schlechthin ist sparen sich die Schiffe die durch den Aermelkanal fahren etliche hundert Kilometer gegenueber Hamburg. Sogar fuer Westdeutschland sind diese Haefen naeher als Hamburg. Zumal es das Problem mit der Elbe gibt (siehe das steckengebliebene Containerschiff und die blockierte Elbvertiefung durch Umweltverbaende). Auch durch die zunehmende Digitalsierung wird sich in absehbarer Zukunft der herkoemmliche warenverkehr reduzieren. Auch durch die Weiterentwicklung von 3-D Druckern wird die Produktion direkt vor Ort oder soager zu Hause moeglich sein. Aber wird noch etwas dauern.
2. Warum?
zick-zack 10.02.2016
Warum soll man am Abfangjäger in Rotterdam vorbeischippern, um einen auf dem Wasserweg kaum erreichbaren Hafen in Hamburg anzulaufen? Oder ist das so viel billiger, in HH anzulegen?
3.
MatthiasPetersbach 10.02.2016
Solange der Dritte Geld macht, ist Dritter sein gut.
4. Ausgedient
deichgraffe 10.02.2016
Die Elbe ist zu weit vom Rotationsprinzip der Containerriesen entfernt um dauerhaft mithalten zu können. Der einst belächelte Tiefwasserhafen am Jadebusen hingegen gewinnt an Bedeutung. Auch Bremerhaven liegt strategisch günstiger. Hamburg muss einsehen, dass es an seine geographischen und physischen Grenzen angekommen ist. Um Norddeutschland weiterhin attraktiv zu halten, müssen die Küstenbundesländer gemeinsame Wege gehen und sich in direkter Konkurrenz mit Holland und Belgien betrachten. Niedersachsen und Bremen haben das bereits getan. Der Nutzen aller sürde wachsen, wenn Hamburg mitgeht.
5.
dragon75 10.02.2016
Ranking, Ranking, Ranking, ob es gut läuft oder nicht scheint keinen mehr zu interessieren, hauptsache die Nummer 1 sein.
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