Prognose für 2016 Einzelhändler setzen auf Shoppinglust der Deutschen

Der Einzelhandel hat im vergangenen Jahr das stärkste Wachstum seit 1994 erzielt. Auch für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet die Branche mit einem Plus. Davon würden auch die Beschäftigten profitieren.

  Geldfach einer Ladenkasse: Nach dem sechsten Wachstumsjahr in Folge glaubt der Einzelhandel, dass die Kauflaune anhält
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Geldfach einer Ladenkasse: Nach dem sechsten Wachstumsjahr in Folge glaubt der Einzelhandel, dass die Kauflaune anhält


Die Deutschen bleiben aus Sicht des Handels angesichts steigender Löhne und günstiger Energiepreise ausgabefreudig. Für dieses Jahr rechnet die Branche mit einem Umsatzplus von zwei Prozent, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Freitag in Berlin mitteilte. "Die Rahmenbedingungen waren letztes Jahr gut und sie bleiben auch 2016 gut", sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Er kündigte weitere Neueinstellungen an. Den Lebensmittelerzeugern machte er keine Hoffnung auf ein Ende der Preismisere.

Im vergangenen Jahr konnte sich der Einzelhandel über den stärksten Umsatzzuwachs seit 1994 freuen. Die Erlöse wuchsen um 2,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete.

Ein Fünftel seines Umsatzes macht der Handel im Weihnachtsgeschäft. Im November und Dezember kamen dieses Mal 87,2 Milliarden Euro zusammen, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings fiel der Dezember 2015 nach amtlichen Angaben mit einem nominalen Plus von 1,7 Prozent schwächer aus als das Gesamtjahr. Nach den Terroranschlägen von Paris seien die deutschen Einkaufsstraßen zunächst leerer gewesen, sagte Genth zur Erklärung.

Anders als das Bundesamt rechnet der Handelsverband Umsätze aus den Bereichen Kfz und Brennstoffe sowie Tankstellen und Apotheken nicht ein. Er kommt so auf einen Jahresumsatz von 472,4 Milliarden Euro 2015.

Forderungen der Bauern nach höheren Erzeugerpreisen könne der Handel nicht nachkommen, sagte Genth. Die Preise würden auf den Weltmärkten gemacht. "Wir können diese Misere nicht aufhalten."

Die Branche mit drei Millionen Mitarbeitern rechnet damit, die Zahl der Beschäftigten um ein Prozent zu steigern. Die Zahl der Minijobber gehe zugunsten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zurück, hieß es. Zum Optimismus des Handels für 2016 trägt auch bei, dass der Kalender drei zusätzliche Verkaufstage hergibt.

asc/dpa

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