Handel: Metro verdient deutlich weniger

Der Düsseldorfer Handelsriese Metro hat auch im dritten Quartal mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen. Allerdings zeigt das Anfang des Jahres eingeleitete Sparprogramm inzwischen Wirkung - größere Einbrüche beim Ergebnis blieben dem Konzern erspart.

Metro-Einkaufswagen: Sparprogramm "Shape" zeigt Wirkung Zur Großansicht
Reuters

Metro-Einkaufswagen: Sparprogramm "Shape" zeigt Wirkung

Düsseldorf - Der Handelskonzern Metro hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang verzeichnet und deutlich weniger Geld verdient. Neben der allgemeinen Konsumzurückhaltung wirkten sich Währungs- und Preiseffekte negativ aus, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Immerhin geht die Entwicklung in die richtige Richtung. Im Vergleich zum ersten Halbjahr entwickelte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor Sonderfaktoren stabil. "Shape 2012 beginnt zu wirken", erklärte Metro-Chef Eckhard Cordes. Unter anderem sollen konzernweit rund 15.000 Stellen, eventuell sogar etwas mehr, abgebaut werden. Die Eigenmarken werden gestärkt und die Sortimente geändert.

Der Umsatz sei von Juli bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro gefallen, was in erster Linie einem schwächeren Konsum im Ausland geschuldet war. In Deutschland hielt sich das Geschäft vergleichsweise stabil. Währungsbereinigt habe das Minus bei 0,1 Prozent gelegen. Zur Metro-Gruppe gehören neben den gleichnamigen Großhandelsmärkten die Elektronikketten Media Markt und Saturn, die Real-Supermärkte sowie die Kaufhauskette Galeria Kaufhof.

Das Ebit vor Sondereffekten - die von Metro bevorzugte Kennziffer für die Ergebnisentwicklung - reduzierte sich den Angaben zufolge um 4,0 Prozent auf 357 Millionen Euro. Netto sei der Gewinn allerdings von 183 Millionen Euro auf 72 Millionen Euro eingebrochen. Analysten hatten mit einem Umsatz von 15,6 Milliarden, einem Ebit vor Sonderfaktoren von 333 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 67 Millionen Euro gerechnet.

Für das Sparprogramm "Shape" fielen den Angaben zufolge im dritten Quartal Kosten von 34 Millionen Euro an, in den ersten neun Monaten dieses Jahres 135 Millionen Euro. Insgesamt würden sich die Belastungen auf rund 650 Millionen Euro belaufen, bekräftigte Metro. Der Großteil werde 2009 und 2010 ergebniswirksam. Das Ergebnisverbesserungspotential sieht Metro wie bekannt bei 1,5 Milliarden Euro jährlich. Der wesentliche Teil der Einsparungen wird den Angaben zufolge voraussichtlich schon bis 2011 realisiert.

mik/ddp/dpa-AFX/Reuters

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