Wirtschaft


Handelsskandal bei JP Morgan: Dimon kauft 360.000 Aktien seiner Bank

Der Chef von JP Morgan müht sich, den sinkenden Aktienkurs seiner Bank zu stützen. Jamie Dimon hat 360.000 Aktien seines Instituts gekauft - als Vertrauensignal. Das Geldhaus hat durch Zockereien einzelner Händler 4,4 Milliarden Dollar verloren.

Bankchef Jamie Dimon: Gewinn trotz FehlspekulationenZur Großansicht
REUTERS

Bankchef Jamie Dimon: Gewinn trotz Fehlspekulationen

New York - Jamie Dimon sendet ein Vertrauenssignal an die Aktionäre seiner Bank. Der JP-Morgan-Chef hat 360.000 Aktien seines Instituts gekauft. Laut Unterlagen der Börsenaufsicht erwarb der Vorstandsvorsitzende die Papiere am Donnerstag und Freitag und gab dafür 12,3 Millionen Dollar aus. Dimon besitzt nun 3,2 Millionen Aktien von JP Morgan.

Mit seiner Aktion müht sich Dimon, den Aktienkurs seiner Bank zu stützen. Die Titel von JP Morgan haben seit dem Auffliegen des Spekulationskandals im April rund ein Viertel ihres Werts eingebüßt. Am Freitag zu Börsenschluss stand die JP-Morgan-Aktie bei 33,90 Dollar.

Die verlorenen Wetten einzelner Händler haben die Bank 4,4 Milliarden Dollar gekostet. Trotzdem strich die Bank im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 4,96 Milliarden Dollar ein. Damit blieb das Institut nur knapp unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Damals hatte JP Morgan noch 5,43 Milliarden Dollar verdient. In diesem Jahr trugen allerdings Sondereffekte dazu bei, das Ergebnis zu verbessern. So konnte die Bank etwa einen Teil ihrer milliardenschweren Risikovorsorge für Kreditausfälle auflösen.

ssu/dapd

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insgesamt 2 Beiträge
hanfiey 21.07.2012
Oder in China geht ein Reiskorn auf, in Panama fällt ein Sack Bohnen um usw. Der Mann ist über 100 Millionen schwer, da würde ich mir so ein Sress nicht antun!.
Oder in China geht ein Reiskorn auf, in Panama fällt ein Sack Bohnen um usw. Der Mann ist über 100 Millionen schwer, da würde ich mir so ein Sress nicht antun!.
wibo2 22.07.2012
Wachsende Zahlungsschwierigkeiten des gesamten Bankensystems, Misstrauen gegen die wichtigsten Bilanzwerte der großen internationalen Banken wie Staatsanleihen, Immobilien und CDS sowie massiver Rückgang des Welthandels [...]
Zitat von sysopDer Chef von JPMorgan müht sich, den sinkenden Aktienkurs seiner Bank zu stützen. Jamie Dimon hat 360.000 Aktien seines Instituts gekauft ...
Wachsende Zahlungsschwierigkeiten des gesamten Bankensystems, Misstrauen gegen die wichtigsten Bilanzwerte der großen internationalen Banken wie Staatsanleihen, Immobilien und CDS sowie massiver Rückgang des Welthandels setzen die Banker zunehmend unter Druck. Aktionäre wie Kunden laufen weg. Der Abverkauf der Bankaktien durch die Aktionäre muss genauso gestoppt werden wie die Geldabhebungen der Bankkunden. Es gibt immer mehr zu tun für die Banker.
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  • Samstag, 21.07.2012 – 13:27 Uhr
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