Handelsstreit zwischen USA und China Alibaba-Gründer zieht Versprechen an Trump zurück

Alibaba wollte eine Million Jobs in Amerika schaffen. Nun reagiert Chinas größter Onlinehändler auf die Strafzölle von US-Präsident Trump - und zieht das Angebot zurück.

Alibaba-Gründer Jack Ma (Archivfoto)
TASS/HOST PHOTO/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Alibaba-Gründer Jack Ma (Archivfoto)


Der Gründer des chinesischen Online-Einzelhändlers Alibaba, Jack Ma, hat sein Versprechen zur Schaffung von einer Million Jobs in den USA zurückgezogen. Er verwies auf den Handelsstreit zwischen den Regierungen in Peking und Washington. "Es gibt keinen Weg, das Versprechen einzuhalten", zitierte ihn die Nachrichtenagentur Xinhua.

Ma hatte die Zusage vor zwei Jahren bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump gemacht. Allerdings habe sie auf der Annahme "einer freundlichen Zusammenarbeit zwischen den USA und China" sowie der "rationalen Prämisse des bilateralen Handels" beruht. "Die jetzige Lage hat bereits die ursprüngliche Prämisse zerstört."

Die USA und China überziehen sich seit Monaten mit immer neuen Zöllen und Gegenzöllen: US-Präsident Donald Trump hatte den Handelskonflikt vor zwei Tagen durch neue Sonderzölle auf China-Importe im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar befeuert. Das chinesische Handelsministerium reagierte umgehend und kündigte Vergeltung an. So sollen US-Importe im Wert von 60 Milliarden Dollar mit Extrazöllen belegt werden.

Von dem Konflikt ist der chinesische Onlinehändler Alibaba Chart zeigen direkt betroffen. Das Unternehmen gilt als weltweit größter Amazon-Konkurrent, vor allem mit Kerngeschäften wie Alibaba.com, TMall, und Taobao, Chinas größtem Onlinemarkt. Jack Ma, Mitgründer von Alibaba und zugleich reichster Mann Chinas, war erst vor wenigen Wochen von seiner Position als Vorstandsvorsitzender zurückgetreten. Er sei aber weiterhin Mitglied des Aufsichtsrates.

kmy/Reuters



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