Espoo - Die Flaute bei dem finnischen Handy-Riesen Nokia
hält weiter an. Im dritten Quartal dieses Jahres machte das Unternehmen einen Verlust von 969 Millionen Euro, wie Nokia am Donnerstag mitteilte.
Seit Jahresbeginn addierte sich das Minus damit auf 3,3 Milliarden Euro. Das Quartal sei "schwierig" gewesen, erklärte Unternehmenschef Stephen Elop. Der Umsatz sank im dritten Quartal um 19 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro.
Die Verkaufszahlen für Smartphones gingen um 63 Prozent zurück: Insgesamt verkaufte Nokia zwischen Juni und September 6,3 Millionen Smartphones. Beim Absatz von Nokias Hoffnungsträger, den Lumia-Geräten, erlitt das Unternehmen aber auch einen Rückschlag. Die Verkäufe sanken im Quartalsvergleich von vier auf 2,9 Millionen Geräte.
Demnächst kommen allerdings komplett überarbeitete Modelle mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8 auf den Markt. Nokia hofft, mit ihnen wieder Anschluss in der Smartphone-Branche zu finden.
Nokia dominierte den Handymarkt mehr als ein Jahrzehnt und war bis zum Frühjahr vergangenen Jahres der größte Handyhersteller weltweit. Die Finnen hatten aber die Entwicklung der Smartphones zunächst verschlafen und liegen heute weit hinter der Konkurrenz des US-Herstellers Apple und des südkoreanischen Konzerns Samsung zurück. Mehr als 50 Millionen Smartphones verkauft Samsung pro Quartal, Apples iPhone wurden rund 26 Millionen mal verkauft.
Nokia-Chef Elop zeigte sich dennoch kämpferisch: "Wir sind entschlossen, unsere finanziellen Ressourcen gut zu verwalten, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern."
kha/dpa/AFP
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