IAA 2015 BMW-Chef Krüger bricht bei Präsentation zusammen

Die Pressekonferenz von BMW auf der Automesse IAA musste schon nach wenigen Minuten abgebrochen werden. Konzernchef Harald Krüger ist bei der Präsentation auf der Bühne zusammengebrochen. Er erlitt eine Kreislaufschwäche.

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Der neue BMW-Chef Harald Krüger ist bei einer Pressekonferenz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) zusammengebrochen. Der 49 Jahre alte Manager kippte am Dienstagmorgen in Frankfurt kurz nach Beginn seiner Rede auf dem Podium um. Er musste von Helfern gestützt und von der Bühne geleitet werden.

Die Pressekonferenz von BMW zur Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt wurde abgebrochen, sie soll später nachgeholt werden. Der 1965 geborene Krüger ist seit Mai BMW-Chef.

Nach Angaben eines BMW-Sprechers erlitt Krüger eine Kreislaufschwäche. Er befinde sich derzeit in ärztlicher Behandlung, hieß es. "Nach ersten Untersuchungen ist sein Gesundheitszustand stabil." Schon am Morgen habe sich Krüger nicht wohlgefühlt. Erst kürzlich war er von Auslandsreisen zurückgekehrt. Ihm sei es jedoch wichtig gewesen, für den IAA-Auftritt zur Verfügung zu stehen. Nach dem Zusammenbruch sagte Krüger alle weiteren Veranstaltungen auf der Messe ab. "Die Ärzte haben jetzt entschieden - und wir auch - dass er alle Termine abbrechen wird, nach Hause fahren wird und sich zu Hause erholen wird", so der Sprecher.

Kurz vor Beginn der IAA sagte Krüger, der mögliche Eintritt neuer Wettbewerber wie Google und Apple werde die Automobilindustrie stark verändern. "Unser Geschäft bekommt ganz neue Spielregeln", kündigte der BMW-Chef in der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") an.

Die Digitalisierung werde die Branche umkrempeln - "mehr als wir uns das heute möglicherweise vorstellen können", sagte Krüger weiter. Für Führungskräfte und Mitarbeiter bedeute dies: "Wir müssen an vielen Stellen schneller werden." Design und Marke seien nach wie vor wichtig für einen Oberklassehersteller wie BMW. Kooperationen mit IT-Unternehmen wie Google oder Apple schloss Krüger in der "SZ" zwar nicht grundsätzlich aus. Allerdings müssten beide Partner "von einer Kooperation profitieren", sonst werde so etwas nicht lange funktionieren.

Das vernetzte und selbst fahrende Auto gehört neben alternativen Antrieben zu den Schwerpunkten der 66. IAA, die am Dienstag mit einem ersten von zwei Pressetagen begonnen hat. Die Automobil-Ausstellung steht unter dem Motto "Mobilität verbindet". Sie gilt als eine der wichtigsten Automessen der Welt. 1103 Aussteller aus 39 Ländern präsentieren bis zum 27. September die neuesten Trends der Branche, 219 Weltneuheiten sind angekündigt.

Die Veranstalter vom Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnen wie bei der 65. IAA wieder mit rund 900.000 Besuchern. Die Automesse wird am Donnerstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet und ist bis einschließlich Freitag für das Fachpublikum reserviert.

bos/dpa/Reuters

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