Wegen Grenzkontrollen Harter Brexit würde britische Unternehmen 20 Milliarden Pfund kosten

Wenn Großbritannien die EU verlässt, wird der Handel komplizierter. Unternehmen müssten Grenzkontrollen über sich ergehen lassen. Die britische Regierung hat nun berechnet, was auf die Firmen an zusätzlichen Kosten zukommen könnte.

Pro-EU-Demonstrant in London
AFP

Pro-EU-Demonstrant in London


Die Wirtschaft in Großbritannien wäre stark betroffen, sollte das Land die EU verlassen, ohne dass es ein Abkommen für die Zeit danach gibt. Unternehmen müssen jährlich zusätzlich 20 Milliarden Pfund an Kosten für die Einhaltung von Zollvereinbarungen aufwenden, sagte Jon Thompson, Staatssekretär für Handel der britischen Regierung.

Denn bei solch einem "No-Deal-Szenario" müsste Großbritannien etwa in seinen Häfen Zollabfertigungen im großen Stil selbstständig durchführen. Zwischen der Republik Irland und dem britisch verwalteten Nordirland würde es wieder eine Grenze geben, mit Zoll- und Grenzkontrollen.

Großbritannien könnte dann mit den anderen EU-Staaten über die Regeln der Welthandelsorganisation WTO Handel treiben. "Wenn das passiert, würde dies definitiv Zollerklärungen erfordern, die für Unternehmen hohe Kosten verursachen", sagte Thompson.

Lesen Sie hier sechs mögliche Szenarien für den Brexit.

hej/Reuters

insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Schrottpresse 05.06.2018
1. Neues aus dem Brexit-Kaffeesatz?
Neues aus dem Brexit-Kaffeesatz? Hätte, könnte Fahrradkette. Was wir hier schon alles zum Brexit gelesen, einschließlich dazu, das er unmöglich kommen wird, grenzt ans Lächerliche. Diesbzgl. Lektüre deshalb eingestellt.
stadtmusikant123 05.06.2018
2. auch eine Grenze hat zwei Seiten
Tja, blöderweise hat so eine Grenze 2 Seiten. Das gilt dann für die andere Seite genauso. Dieses Brexit-Bashing ist leider immer sehr einseitig.
alfredo24 05.06.2018
3. Dexit
Was würde der Dexit denn Deutschland kosten? Dies wäre auch eine Überlegung wert. Denn wenn Deutschland die EU verlässt, würde manche wirtschafts- und währungspolitischen Spannungen entzogen werden. Der Euro hätte ein gesünderes Verhältnis zu anderen Währungen und Deutschland könnte mit einer eigenen Währung beliebig auf und ab werten. Das wirtschaftliche Ungleichgewicht wäre nicht mehr so verzerrt wie es heute ist. Unsere und nur unsere Schulden müssten in Zukunft bezahlt und getilgt werden. Flüchtlinge könnten wir nach Belieben aufnehmen. Wir müssten niemanden mehr zwingen, Flüchtlinge aufzunehmen. Alle wären offenbar zufrieden.
linksdemokrat 05.06.2018
4. Historischer Leichtsinn
Nein, leider wurde der Brexit noch viel zu wenig gebasht! Soll ruhig jeder Europäer sehen, was passiert, wenn man Nationalisten seine Stimme schenkt! Lösungen des 19. Jhd passen einfach nicht auf unsere heutigen Probleme! ;)
gerd0210 05.06.2018
5.
Zitat von stadtmusikant123Tja, blöderweise hat so eine Grenze 2 Seiten. Das gilt dann für die andere Seite genauso. Dieses Brexit-Bashing ist leider immer sehr einseitig.
Völlig richtig. Und wenn es in der EU 20 Grenzen gibt, dann haben wir 40 Seiten. Aber das war doch der Grund für ein einheitliches Europa.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.