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Mehdorns Abschiedsbotschaft: Preis für Hauptstadtflughafen steigt nochmals deutlich

Mit Schönrechnerei muss sich Hartmut Mehdorn nicht mehr abgeben. Vor seinem Abschied deutet der BER-Chef an, dass der Hauptstadtflughafen viel teurer wird - selbst wenn gar keine neue Kostenfallen auftauchen.

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Scheidender Flughafenchef Mehdorn: "Das sind Nettokosten"

Frankfurt am Main - Die Baukosten des neuen Berliner Großflughafens BER werden laut dem scheidenden Vorsitzenden Hartmut Mehdorn noch einmal deutlich höher ausfallen als angenommen. In der aktuell kursierenden Summe von 5,4 Milliarden Euro seien weder die Zinsen, der Finanzierungsaufwand noch die Flughafenerweiterung enthalten, sagte Mehdorn am Dienstag im Inforadio des Hessischen Rundfunks. "Das sind Nettokosten", fügte er hinzu. Noch vor wenigen Wochen hatte er versichert, die Flughafengesellschaft werde mit dem veranschlagten Preis auskommen.

Die bei der Konzipierung des Flughafens veranschlagte Passagierzahl von 27 Millionen pro Jahr sei zudem viel zu niedrig, erklärte der 72-Jährige. In wenigen Jahren werde die Zahl der Fluggäste bereits bei über 30 Millionen liegen. Mehdorn erneuerte deshalb seine Forderung, den neben dem BER gelegenen Flughafen Schönefeld auch nach Inbetriebnahme des neuen Airports weiter geöffnet zu halten.

Mehdorn, der sein Amt als Vorsitzender der Flughafengesellschaft FBB am kommenden Montag nach rund zwei Jahren an seinen Nachfolger Karsten Mühlenfeld abgibt, kritisierte in dem Interview mit dem HR erneut den Aufsichtsrat des BER. Das aus Vertretern der Länder, des Bundes und der Arbeitnehmerseite bestehende Gremium behindere durch seine Haltung einen erfolgreichen Abschluss des Großprojektes. Aufsicht, die in Misstrauen umschlage, sei nicht mehr tauglich, um etwas voranzubringen. "In dieser Kultur bin ich der falsche Mann. Ich akzeptiere das nicht", sagte Mehdorn.

mik/AFP

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