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Gesundheitliche Gründe: Hartmut Mehdorn kündigt Ruhestand an

Einer der bekanntesten deutschen Manager zieht sich ins Privatleben zurück. Hartmut Mehdorn will alle öffentlichen Ämter abgeben. Als Grund nennt er gesundheitliche Probleme.

Hartmut Mehdorn: Ein Aufsichtsratsposten weniger Zur Großansicht
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Hartmut Mehdorn: Ein Aufsichtsratsposten weniger

Wenige Wochen nach seinem Rückzug als Chef des Berliner Großflughafens BER hat Hartmut Mehdorn angekündigt, sich ganz in den Ruhestand zu verabschieden.

Der 72-Jährige legt sein Mandat im Aufsichtsrat des Softwareherstellers SAP mit sofortiger Wirkung nieder. Mehdorn habe ihm seinen Entschluss mitgeteilt, aus gesundheitlichen Gründen aus dem Kontrollgremium auszuscheiden, sagte Aufsichtsratschef Hasso Plattner auf der Hauptversammlung in Mannheim. "Hartmut Mehdorn gehörte diesem Gremium seit 17 Jahren an", sagte Plattner. Der Rücktritt komme unerwartet. Mehdorns Mandat bei SAP Chart zeigen galt bis 2019.

Nachfolgerin von Mehdorn soll die Berliner Design-Professorin Gesche Joost werden. Sie forscht an der Berliner Universität der Künste zu Designthemen, unter anderem zur Interaktion zwischen Menschen und Computern.

"Ich bin in Behandlung"

Mehdorn selbst sagte, er ziehe sich aus allen öffentlichen Ämtern zurück. "Ich hatte ein gesundheitliches Problem, ich bin in Behandlung, aber auf dem Wege der Besserung", sagte er dem "Tagesspiegel" laut einer Vorabmeldung. "Aber es wird für mich jetzt Zeit, in den Ruhestand zu gehen. Ich werde alle meine Aufsichtsratsmandate niederlegen."

An welcher Krankheit er leidet, wollte er nicht sagen. Sie sei für ihn aber überraschend gekommen. Dem "Tagesspiegel" zufolge legt Mehdorn auch sein letztes Aufsichtsratsmandat bei einer Firma im Ausland nieder und wird künftig seine Zeit an seinen beiden Wohnsitzen in Berlin und Südfrankreich verbringen.

Mehdorn hatte Mitte März seinen Posten als BER-Chef abgegeben. Schon damals verkündete er, er wolle sich mehr ins Privatleben zurückziehen. Mehdorn führte von 1999 bis April 2009 die Deutsche Bahn. Von 2011 bis 2013 war er Chef der kriselnden Fluggesellschaft Air Berlin. Im März 2013 hatte er dann die Leitung beim von Pannen geplagten Hauptstadtflughafen BER übernommen, dort aber nach Querelen mit dem Aufsichtsrat nach zwei Jahren hingeworfen.

mmq/dpa/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 64 Beiträge
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    Seite 1    
1. Mehdorn
fce41497 20.05.2015
hat er da auch so ne verdammt schwache und beschämende Arbeit vollbracht wie beim BER?
2.
bonngoldbaer 20.05.2015
Wurde auch Zeit!
3. Mehdorn verlässt SAP-Aufsichtsrat
fce41497 20.05.2015
ist wohl besser so, Mehdorn ist und bleibt ein Blender, BER...
4.
Bin_der_Neue 20.05.2015
Bei SAP ist er mittlerweile gelandet? Kein Wunder, dass unter SAP kaum noch was funktioniert. Warum geht er nochmal? Aus seiner Gesundheit oder der Gesundheit SAP Willen?
5. Wow! Gesche Joost! Das nenne ich Blick in die Zukunft!
allessuper 20.05.2015
Dinos ausgestorben: zu wenig Hirn zu viel Panzer. Berliner Design-Professorin Gesche Joost, das ist ein Hoffnungsschimmer, die Frau ist grosse Klasse. Hoffentlich wird sie dort nicht zermalmt. Gratuliere für so eine mutige, gute, intelligente Entscheidung!
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