Hauptstadtflughafen Mehdorn stoppt Plan für BER-Testbetrieb

Hartmut Mehdorn hat seinen Plan für einen Testbetrieb in einem Seitenflügel des neuen Berliner Hauptstadtflughafens aufgegeben. Das teilte der Flughafenchef am Donnerstag in einem Brief an die Mitarbeiter mit.

Flughafenchef Mehdorn: "Nicht genügend Unterstützung für das Vorhaben"
DPA

Flughafenchef Mehdorn: "Nicht genügend Unterstützung für das Vorhaben"


Berlin - Eigentlich sollte der Testbetrieb bereits im März oder April dieses Jahres beginnen, dann wurde er auf den 1. Juli 2014 verschoben. Nun kündigte Hartmut Mehdorn an: Der Testbetrieb ist vom Tisch. Das erklärte der Chef des neuen Hauptstadtflughafens in einem Brief an die Mitarbeiter, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Mehdorn verweist darin auf mangelnde Unterstützung im Aufsichtsrat der staatlichen Betreibergesellschaft.

"Ich habe nach intensiven Gesprächen mit unseren drei Gesellschaftern in den zurückliegenden Tagen den von uns angestrebten Echttest im BER-Nordpier abgesagt", heißt es in dem Brief. "Wir müssen konstatieren, dass wir für dieses Vorhaben nicht genügend Unterstützung finden konnten."

Mehdorn wollte ursprünglich ab Juli mit bis zu sechs Flügen der Gesellschaft Germania am Nordpier einen Probebetrieb aufnehmen, um damit einen Großteil der Systeme und Abläufe im Terminal zu testen. Dafür brauchte er aber noch die Genehmigung des Aufsichtsrats.

Dessen Vorsitzender, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), hatte sich bis zuletzt zurückhaltend über den Plan geäußert. Auf die Frage, ob der Probebetrieb durchgeführt werden sollte, hatte er der "Berliner Morgenpost" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview lediglich gesagt: "Wenn eine Baugenehmigung dafür vorliegt, befassen wir uns noch einmal damit."

Mehdorn verweist in seinem Brief auch auf den knappen Zeitplan. Das Kontrollgremium treffe sich erst im April wieder. "Dann würden wir angesichts der bevorstehenden Beschaffungsprozesse mit dem Test in den Winter rutschen, und das macht operativ keinen Sinn." Mehdorn warnte, ohne den Test würden die Risiken für die Inbetriebnahme des neuen Flughafens steigen. Er werde nun "alternative Testszenarien" suchen, sagte Mehdorn. Er ließ allerdings offen, was genau er damit meinte.

aar/dpa



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insgesamt 79 Beiträge
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Mertrager 20.02.2014
1. Wowi
... redet wieder mit ?! Dann wird das wohl noch ein paar Jahre so gehen. Man muß ja an die Rente denken.
urdemokrat 20.02.2014
2. Jammer und Elend
ohne Ende. Traurig.
kilroy-was-here 20.02.2014
3. Mehdorn der Macher?
als der er sich sieht und verkauft...! Nur sieht er leider seine Grenzen nicht...! Und, über seinen Führungsstil wurde hinreichend berichtet. Teamplayer scheint er nicht zu sein... Und alleine ist das Gewerk nicht zu schaffen...!
WalterSchneider 20.02.2014
4. Hat keinen Sinn mehr
Ich schlage vor: Alles abreißen, die Millionen und Milliarden vergessen, und nochmal ganz von vorne anfangen – mit Profis.
kalanak 20.02.2014
5. Na, ...
Zitat von sysopDPAHartmut Mehdorn hat seinen Plan für einen Testbetrieb in einem Seitenflügel des neuen Berliner Hauptstadtflughafens aufgegeben. Das teilte der Flughafenchef am Donnerstag in einem Brief an die Mitarbeiter mit. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/hauptstadtflughafen-ber-mehdorn-stoppt-plan-fuer-testbetrieb-a-954726.html
... da hat er doch wieder einmal Schuldige für die eigene Unfähigkeit gefunden. Keine Frage: Das Aufsichtsgremium ist eine Peinlichkeit in seinen Fähigkeiten, doch dass Hartmut Mehdorn mit Fug und Recht als einer der unfähigsten Manager aller Zeiten bezeichnet werden kann steht außer Frage. Was hat der Mann nicht schon alles in den Sand gesetzt. Als Führungskraft unfähig, als Stratege ein Versager und in Sachen Weitblick mit Blindheit geschlagen. Ein Mensch, der einem ob seines Minderwertigkeitskomplexes leid tun könnte - würde er nicht in seiner Egomanie so viel Schaden anrichten. Der Mann ist so sehr damit beschäftigt sein Ego zu pflegen, dass er vor lauter Entsorgen kompetenter Mitarbeiter nicht mehr dazu kommt noch produktiv etwas zu leisten. Aufsichtsrat und Chef gehören ausgewechselt und durch fähige Menschen ersetzt - dann bekommt vielleicht sogar die Hauptstadt einmal einen anständigen Flughafen. Oder macht Tempelhof zur Entlastung wieder auf. das würde wenigstens zur maroden Pleitestadt passen.
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