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Hauptversammlung Apple nennt keinen Nachfolger für kranken Jobs

Steve Jobs (Archivbild): Keine öffentliche Nachfolgeregelung für den kranken Apple-ChefZur Großansicht
REUTERS

Steve Jobs (Archivbild): Keine öffentliche Nachfolgeregelung für den kranken Apple-Chef

Noch sollen keine Namen genannt werden: Apple-Aktionäre haben auf der Jahreshauptversammlung abgelehnt, die Nachfolge des kranken Konzernchefs Steve Jobs öffentlich zu regeln.

New York - Wie so oft bevorzugt es Apple, sich in Schweigen zu hüllen. Auch die Nachfolgepläne für den erkrankten Konzernchef Steve Jobs dürfen weiter unter Verschluss gehalten werden. Am Mittwoch stimmten die Aktionäre auf der Hauptversammlung gegen einen Antrag, der Apple zur Offenlegung verpflichtet hätte.

Jobs selbst nahm an dem Treffen schon zum zweiten Mal nicht teil. Er hat aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit genommen. Apple macht ein großes Geheimnis aus Jobs' Zustand: Weder ist bekannt, was ihm fehlt, noch wann er zurückkehrt oder wer ihm im Notfall als Firmenchef nachfolgen soll. Diese Geheimniskrämerei hatte unter Anlegern für Nervosität und Unmut gesorgt. Denn der wirtschaftliche Erfolg von Apple ist eng mit dem Namen seines Gründers verbunden.

Einige Anleger fürchten um den Apple-Erfolg, sollte Jobs nicht an die Firmenspitze zurückkehren. Ein US-Pensionsfonds forderte deshalb zumindest Klarheit über eine Nachfolgeregelung. Apple selbst sagt, es gebe einen Plan, verweigert aber jegliche Auskunft dazu mit der Begründung, dies würde nur der Konkurrenz nutzen: Andere Unternehmen könnten auf die Idee kommen, Apple die potentiellen Manager wegzuschnappen. Andererseits könnten Topleute das Unternehmen verlassen, sobald sie erfahren, nicht unter den möglichen Nachfolgern zu sein. Das berichtet der US-Fernsehsender Fox News auf seiner Internetseite.

Derzeit führt der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Tim Cook das Unternehmen. Er gilt auch als Favorit für eine mögliche Jobs-Nachfolge. Der Ruf nach einer offiziellen Nachfolgeregelung für den erkrankten Apple-Chef Steve Jobs wurde bereits vor einigen Wochen immer lauter. Nachdem bereits einzelne Aktionäre Klarheit gefordert hatten, drang auch die einflussreiche Aktionärsberatung Institutional Shareholder Services (ISS) auf Informationen darüber, wie Apple ohne seinen Gründer und langjährigen Chef aussehen könnte. Jobs gilt als Erfolgsgarant für Apple; er ist der geistige Vater des iPod-Musikspielers, des iPhone-Handys und des iPad-Tablet-Computers.

Der Konzernchef hatte im Januar verkündet, dass er eine Auszeit nimmt, um sich auf seine Gesundheit zu konzentrieren. Jobs, der an diesem Donnerstag seinen 56. Geburtstag feiert, hat eine Krebserkrankung und eine Lebertransplantation hinter sich. Auf Fotos in der US-Boulevardpresse schien er zuletzt geschwächt. Ganz zurückgezogen hat er sich allerdings nicht: Zuletzt nahm Jobs an einem Abendessen mit US-Präsident Barack Obama teil.

Nur wenige Minuten nachdem die Nachricht von Steve Jobs' Auszeit in der Welt war, brach die Apple-Aktie ein. Bis zu acht Prozent verlor sie zwischenzeitlich an Wert, das Unternehmen büßte damit zeitweise mehr als 20 Milliarden Dollar an Wert ein.

Einem aktuellen Analystenbericht zufolge, braucht sich das Unternehmen um seine Zukunft aber keine Sorgen zu machen: 93 Prozent der Befragten einer Umfrage würden laut "USA Today" der auch weiterhin Apple-Produkte kaufen, falls Steve Jobs das Unternehmen verlassen würde.

lgr/Reuters/dapd/dpa

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