Elektronische Postboten Hermes lässt Roboter Pakete austragen

Der Paketdienst Hermes schickt Lieferroboter auf Hamburger Bürgersteige, noch im August sollen die ersten Starship-Geräte ihren Betrieb aufnehmen.

Lieferroboter Starship
REUTERS

Lieferroboter Starship


Sie sehen aus wie Requisiten aus einem Science-Fiction-Film: die rollenden Miniroboter der estnischen Firma Starship. Noch im August sollen die ersten Geräte durch Hamburg rollen und für den Paketdienst Hermes Sendungen zustellen.

Der Hamburger Logistiker begrenzt den Pilotbetrieb zunächst auf drei Stadtteile der Hansestadt. Die Kleinfahrzeuge transportieren dort Pakete von ausgewählten Geschäften zu mehr als 100 Testkunden und werden dabei die vorhandenen Fußwege nutzen, in Schrittgeschwindigkeit.

Hermes unterstützt Starship als Logistikpartner in Deutschland finanziell und mit Infrastruktur. Die Starship-Roboter können bis zu 15 Kilogramm auf einer Entfernung von fünf Kilometern befördern. Vor Hindernissen sollen die Fahrzeuge stoppen und sie dann umfahren, mehrere Kameras und Sensoren kontrollieren den vorgegebenen Fahrweg. Die sechsrädrigen Roboterboxen sollen im Vergleich zu fliegenden Drohnen "freundlicher daherkommen", so der Hersteller.

Im Video: So funktioniert der Starship-Roboter

Auch der Handelskonzern Metro will in den kommenden Wochen Starship-Roboter im Alltag erproben. Im Düsseldorfer Stadtteil Grafenberg sollen die Fahrzeuge Waren ausliefern. Andere Unternehmen wie der Internet-Riese Amazon und DHL setzen dagegen auf die Entwicklung fliegender Drohnen. Mit ihnen wollen die Konzerne die Paketzustellung revolutionieren.

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beb/dpa

insgesamt 97 Beiträge
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globalundnichtanders 04.08.2016
1. Komplett unwirtschaftlich.
Und wenn drei Menschen drum stehen oder eine Baustelle auf dem Bürgersteig ist kommt das Ding nciht weiter. Sinnlos.
jayfrae 04.08.2016
2.
Erstaunlich, dass die Dinger eine Zulassung bekommen haben? Die fahren zwar auf Gehwegen, aber was ist, wenn sie eine Straße überqueren müssen?
crewmitglied27 04.08.2016
3. Und welche...
...Versicherung zahlt, wenn ein Whatsapper oder Pokemon Go Spieler oder ein altes Muttchen über so´n Ding stolpert?Oder wenn eine sechsjährige Fahrradfahranfängerin wegen so einer Lieferdose auf dem Gehweg einen Abflug vom Rad macht? Es wird Unfälle geben, ganz sicher. Ein Gehweg ist eine öffentliche Verkehrsfläche. Da haben sich unkontrolliert bewegende Spielzeuge nichts zu suchen.
Runner84 04.08.2016
4. Diebstahlsicher?
Und wie werden die Roboter vor Diebstahl des Paketes geschützt? Oder des ganzen Roboters?
de_populist 04.08.2016
5. Kein ausgereiftes Konzept
Ich sag nur Unfall bei Straßenübergang (der kleine Rob wird übersehen, ist zu langsam und wahrscheinlich auch zu blind um anfahrenden Verkehr zu erkennen) und Treppen sind ein überwindbares Hindernis. Außerdem wie kann er sich verteidigen bei unberechtigten Zugriff?
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