Strom-Lobbyistin Ex-Staatsministerin im Kanzleramt heuert bei RWE an

Vor sieben Jahren sorgte die CDU-Ministerin Hildegard Müller mit ihrem Wechsel vom Kanzleramt zum Energie-Lobbyverband BDEW für Aufsehen. Nun folgt der nächste Karriereschritt: Müller wird Vorstand beim Energiekonzern RWE.

Hildegard Müller: Vom Lobbyverband in den Konzern
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Hildegard Müller: Vom Lobbyverband in den Konzern


RWE holt sich eine Frau in den Vorstand und der Lobbyverband BDEW muss sich deshalb eine neue Chefin suchen. Hildegard Müller gibt ihren Job als Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf und wechselt zum Energieversorger RWE.

Dort werde sie zum 1. Mai im Zuge der anstehenden Umstrukturierungen eine Vorstandsfunktion in einer Konzerngesellschaft übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Details nannte RWE nicht. Der Konzern baut derzeit sein Geschäft um: Die Zukunftsgeschäfte erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb werden in einer neuen Tochter gebündelt. Spekuliert wird, dass Müller das Ökostromgeschäft führen soll. Dieses will der bislang vor allem auf Kohle, Gas und Atomkraft ausgerichtete Konzern deutlich ausbauen.

Müller war 2008 vom Posten der Staatsministerin im Kanzleramt in die Wirtschaft gewechselt und übernahm den Chefposten beim BDEW. Sie galt als enge Vertraute von Angela Merkel.

RWE-Chef Peter Terium lobte Müller als "starke Führungspersönlichkeit und geschickte Moderatorin unterschiedlicher Interessen". Ihren Posten als BDEW-Chefin wird Müller bereits Ende Januar aufgeben. Die Nachfolge steht noch nicht fest. Müller selbst teilte mit: "Nach Jahren intensiver und interessanter Arbeit im Verband freue ich mich darauf, in operativer Unternehmensverantwortung an der Energiewende mitarbeiten zu können."

Bei dem Verband musste Müller die unterschiedlichen Interessen der großen Versorger RWE Chart zeigen, E.on, EnBW und Vattenfall Chart zeigen sowie Hunderter Stadtwerke unter einen Hut bringen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es in der Überschrift fälschlicherweise, Müller sei Kanzleramtschefin gewesen. In Wirklichkeit war sie Staatsministerin im Kanzleramt. Wir haben den Fehler korrigiert.

mmq/dpa/Reuters



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insgesamt 55 Beiträge
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Seite 1
eckawol 11.01.2016
1. Wen wird Frau Müller jetzt unter Strom setzen?
Sie hat bislang im Kanzleramt und BDEW , so wie man hört, sehr gute Arbeit geleistet. Jetzt achten die Aktionäre auf die Arbeit von Frau Müller.
syssifus 11.01.2016
2. Wahr-scheinlich
sind Aktionäre nicht so leicht zu veräppeln,wie die Wähler der Regierung.
Niedlifizierer 11.01.2016
3. Eine optimale Lobbyistenkarriere...
...hat Frau Müller da hingelegt. Natürlich trifft sich die Dame auch heute noch regelmäßig mit ihrer ehemaligen Chefin zwecks "Informationsaustausch".
ickunddu 11.01.2016
4.
RWE baut gerade überall Stellen ab um Geld zu sparen, aber für sowas hat man dann doch genug auf der hohen Kante. Ich hasse es das immer die kleinen doofen Arbeitnehmer für alles was schief läuft gerade stehen müssen......... Würde gerne wissen wieviel Geld sie dort in den Hintern geblasen bekommt......
Bernd S 11.01.2016
5. Was für eine Überschrift...
Ich musste kurz innerlich lachen. Eine Lobbyistin und Ex von Merkel heuert irgendwo an... klingt ziemlich dreckig nach Hinterstube und subversiven Tun... aber die Frau ist seit 7 Jahren nicht mehr bei Merkel und sie heuert auch nicht für irgendwelche verdeckten Lobbyarbeiten an sondern wird Vorstand für den Bereich der erneuerbaren Energien... Natürlich bezieht auch ein Vorstand seine Heuer. Aber man hätte auch titeln können: "Neue Power-Frau bei RWE in klassischer Männerdomäne"... das wäre aber am Ende irgendwie positiv gewesen...
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