Von Christian Teevs
Der Konzern hat eine Task Force eingerichtet, um die Probleme zu untersuchen und zu lösen. Entscheidend sei aber, dass die Bahn nicht nur kurzfristig agiere, sagt Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn. Die Generalüberholung im Herbst müsse der Konzern vielmehr dazu nutzen, die grundlegenden Probleme zu lösen: "Der nächste Jahrhundertsommer kommt bestimmt."
Die Bahn hat angekündigt, die Klimaanlagen in ihre Generalüberholung einzubeziehen. Betroffen seien 44 Züge der ICE-2-Flotte, der Konzern gibt Kosten über hundert Millionen Euro an. Die Bahn kündigte zudem an, bei der regelmäßigen Wartung besonders zu testen, ob die "Leistungsfähigkeit der Kühlsysteme sichergestellt ist".
Zunächst wurde berichtet, die Bahn, Siemens und die Klimaanlagenhersteller seien an der Task Force gleichberechtigt beteiligt. Das weist eine Siemens-Sprecherin auf Anfrage zurück. Man habe lediglich auf Bitten der Bahn ein paar Experten entsandt. Die Leitung der Task Force liege bei der Bahn.
Bereits nach den Ausfällen im Winter hatte Bahn-Chef Rüdiger Grube eine Kunden- und Qualitätsoffensive angekündigt. Daran wird sich der Manager messen lassen müssen. Zwar gilt er im Vergleich zu seinem unbeliebten Vorgänger Hartmut Mehdorn als konzilianter und empfänglicher für Kritik. Entscheidend wird aber auch für seine Zukunft sein, ob die Bahn ihre Probleme in den Griff bekommt.
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