Baukonzern Hochtief verkauft Service-Sparte an Franzosen

Hochtief will sich künftig stärker auf seine Kernkompetenz konzentrieren - und hat sich von einer weiteren Sparte getrennt. Für 250 Millionen Euro verkaufte der Baukonzern sein Service-Geschäft an einen französischen Konzern.

Hochtief-Chef Verdes: Auf Profit getrimmt
HOCHTIEF

Hochtief-Chef Verdes: Auf Profit getrimmt


Essen - Der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes treibt den Umbau des Baukonzerns voran. Das Service-Geschäft mit knapp 6000 Mitarbeitern gehe für rund 250 Millionen Euro an die französische Spie-Gruppe, teilte das MDax-Unternehmen mit. Der Verkauf des Bereichs, der die Bewirtschaftung von Gebäuden übernimmt, wird nach Ansicht der Essener einen "signifikanten positiven Ergebniseffekt" haben.

Hochtief zählte die Sparte zuletzt nicht mehr zum Kerngeschäft, den Bau von Infrastrukturprojekten, und hatte sie deshalb vor rund vier Monaten zum Verkauf gestellt. Auch von seinem Flughafen-Geschäft hat sich der Konzern inzwischen getrennt.

Das französische Unternehmen ist auf Ingenieurdienstleistungen für Unternehmen und die öffentliche Hand spezialisiert. Es beschäftigt 30.000 Mitarbeitern in 31 Ländern und machte 2012 einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro

Die Neuigkeiten kamen am Markt gut an: Im nachbörslichen Frankfurter Handel stieg die Hochtief-Aktie um rund 1,4 Prozent. Der vom spanischen Mehrheitseigner ACS entsandte Hochtief-Chef Verdes hatte nach seiner Amtsübernahme im vergangenen November angekündigt, den Konzern umzukrempeln und auf Profit zu trimmen.

vks/dpa/Reuters



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