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Hohe Abschreibungen Sparkassen müssen wegen Landesbank Berlin bluten

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ddp

Rotes Logo: Die größte Baustelle der Sparkassen ist die Landesbank Berlin

Eigentlich sind die deutschen Sparkassen gut durch die Krise gekommen, wären da bloß nicht ihre Beteiligungen an den Landesbanken. Nun kommt schon wieder eine neue Belastung auf die Institute zu: Die Wertverluste der Landesbank Berlin kosten die Sparkassen mehr als eine Milliarde Euro.

Berlin - Die deutschen Sparkassen müssen wegen der Schuldenkrise 850 Millionen Euro auf den Wert der Landesbank Berlin abschreiben. Das teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband mit. Die Landesbank schlage sich zwar besser als vergleichbare Institute, könne sich der Entwicklung auf den Kapitalmärkten aber nicht ganz entziehen.

Die Sparkassen hatten die Landesbank 2007 - kurz vor Ausbruch der Finanzkrise - für 5,5 Milliarden Euro vom Land Berlin gekauft. Schon Ende vergangenen Jahres hatten die Sparkassen den Wert ihrer Beteiligung um rund 430 Millionen Euro nach unten korrigieren müssen. Insgesamt hat die Bank damit für die Sparkassen fast ein Viertel ihres ursprünglichen Werts verloren.

Die hohen Verluste sind ein herber Schlag für den scheidenden Sparkassenpräsidenten Heinrich Haasis. Er hatte den Kauf der Landesbank 2007 eingefädelt und die meisten der mehr als 400 deutschen Sparkassenchefs von dem Investment überzeugt. Im Mai kommenden Jahres wird Haasis sein Amt an den ehemaligen bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon abtreten.

Für diesen Donnerstag hat Haasis noch einmal alle Sparkassenchefs nach Berlin eingeladen. Bei dem Treffen soll es unter anderem darum gehen, was aus der LBB in Zukunft werden soll.

Landesbank-Chef Johannes Evers stimmte die Eigentümer schon mal darauf ein, dass sie für dieses Jahr keine Dividende erwarten können. "Lange hat die LBB die Verwerfungen an den Märkten mit ihrem stabilen Kundengeschäft ausgleichen könne"", sagte Evers. Im dritten Quartal habe die europäische Finanzkrise das Haus aber mit voller Wucht getroffen. "Griechenland hat uns das Ergebnis verhagelt."

Unterm Strich stand in den ersten neun Monaten 2011 ein Minus von 28 Millionen Euro. Grund dafür waren erhöhte Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen. Evers sagte, er halte die Bewertungskorrekturen für ausreichend, weitere seien aber nicht ausgeschlossen, sollte sich die Krise zuspitzen.

stk/dpa-AFX

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insgesamt 8 Beiträge
rondon 01.12.2011
Natürlich müssen die Sparkassen nun bluten...So ist das nun mal in einem Schneeballsystem: http://bit.ly/tOYp06 ...und für die Sparkassen müssen irgendwann die Sparer bluten und für die Sparer, die die jetzt schon nichts [...]
Natürlich müssen die Sparkassen nun bluten...So ist das nun mal in einem Schneeballsystem: http://bit.ly/tOYp06 ...und für die Sparkassen müssen irgendwann die Sparer bluten und für die Sparer, die die jetzt schon nichts haben...so ist das System..Schneeballsystem!
RainerB0806 01.12.2011
Die Sparkassen sind gut durch die Finanzmarktkrise gekommen. Trotz dieser Belastungen erwarte ich nicht, dass eine Sparkasse vom Staat gestützt werden muss. Insofern laufen die Kunden der Sparkassen nicht Gefahr, [...]
Zitat von sysopEigentlich sind die deutschen Sparkassen gut durch die Krise gekommen, wären da bloß nicht ihre Beteiligungen an den Landesbanken. Nun kommt schon wieder eine neue Belastung auf die Institute zu: Die Wertverluste der Landesbank Berlin kosten die Sparkassen mehr als eine Milliarde Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,801113,00.html
Die Sparkassen sind gut durch die Finanzmarktkrise gekommen. Trotz dieser Belastungen erwarte ich nicht, dass eine Sparkasse vom Staat gestützt werden muss. Insofern laufen die Kunden der Sparkassen nicht Gefahr, "bluten" zu müssen wie es der vorherige Kommentator postuliert.
caecilia_metella 01.12.2011
Da zahlt man schon mal locker 900 DM für ein Gutachten. Aber nur einmal. Versprochen.
Da zahlt man schon mal locker 900 DM für ein Gutachten. Aber nur einmal. Versprochen.
acitapple 01.12.2011
das ist das gute an einer krise: bereinigung. eigentlich ein totales unding, dass solche pleiteeinheiten über jahre durchgeschleppt werden, aber nur um einigen ihren ruhestandsposten zu sichern. 2 landesbanken würden völlig [...]
das ist das gute an einer krise: bereinigung. eigentlich ein totales unding, dass solche pleiteeinheiten über jahre durchgeschleppt werden, aber nur um einigen ihren ruhestandsposten zu sichern. 2 landesbanken würden völlig genügen...
MIFFS 01.12.2011
Sie machen es sich ein wenig zu leicht! Entweder ist das System schlecht (und das ist es!), dann hängen Landesbanken, wie Sparkassen, wie Versicherungen, wie Regierungen allesamt gleich mit drin! Oder die LBB inkl. anderer [...]
Zitat von rondonNatürlich müssen die Sparkassen nun bluten...So ist das nun mal in einem Schneeballsystem: http://bit.ly/tOYp06 ...und für die Sparkassen müssen irgendwann die Sparer bluten und für die Sparer, die die jetzt schon nichts haben...so ist das System..Schneeballsystem!
Sie machen es sich ein wenig zu leicht! Entweder ist das System schlecht (und das ist es!), dann hängen Landesbanken, wie Sparkassen, wie Versicherungen, wie Regierungen allesamt gleich mit drin! Oder die LBB inkl. anderer Landesbanken sind einfach nur schlecht. Da wüsste ich allerdings nicht, wie sie sich weltweit von den Großbanken unterscheiden sollten. Weder besser noch schlechter! Schließlich sind die Landesbanken die Investmentbanken der Sparkassen, sprich: gäbe es sie nicht, läge die Milliarde Verlust auf etliche Sparkassen verteilt (und vermutlich weit größer!) Zur Erinnerung: Noch vor wenigen Monaten galten diese Papiere als mündelsicher, als höchstbeleihbar, als Pflichtpapiere eben genau gegen Spekulationen. Plötzlich fällt Griechenland, danch andere Südländer, jetzt ist Belgien auf dem Schirm. Bald vielleicht Bundespapiere oder Euro-Bonds? Wer kann da die Zukunft realistisch vorhersehen? Die EZB jedenfalls hat die Banken keinesfalls vor Staatspapieren vorgewarnt und die Landesbanken haben so komfortable Bad Banks nicht erhalten, wie die Deutsche Bank oder die Allianz! Vielleicht hätte sich die LBB (entgegen den gesetzlichen Richtlinien) in Stuttgart21 engagieren sollen, dann wären schon mal 50% Abschreibung (wg. Kostenverdoppelung da) oder bei der Elbphilharmonie? Oder besser doch in Unternehmen, die es schon morgen nicht mehr gibt? Nachträgliche Kritik ist billig, Prognosen anzustellen, die auch noch die Zukunft betreffen sind es eben nicht! Vielleicht hat der eine oder andere vollmundige Kritiker ein paar Antworten auf der Pfanne, was ein Vorstand real tun muss, um seine Landesbank zu erhalten, die Angestellten halten zu können und die Kunden zufrieden zu stellen!
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