Hotelketten Marriott will Sheraton-Mutterkonzern übernehmen

Die US-Hotelkette Marriott will den Starwood-Konzern aufkaufen - zu ihm gehören Marken wie Le Méridien, Westin oder Sheraton. Durch die zwölf Milliarden Dollar teure Fusion soll der größte Anbieter weltweit entstehen.

Marriott-Hotel im US-Staat Pennsylvania: Bald die größte Hotelkette weltweit?
AP/dpa

Marriott-Hotel im US-Staat Pennsylvania: Bald die größte Hotelkette weltweit?


Die amerikanische Hotelkette Marriott International will den Konkurrenten Starwood Hotels für gut zwölf Milliarden Dollar übernehmen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben dem Vorhaben zugestimmt, wie die Konzerne am Montag mitteilten. Durch den Zusammenschluss entstünde der größte Hotelkonzern der Welt mit mehr als 5500 Häusern und mehr als einer Million Betten.

"Die treibende Kraft hinter diesem Zusammenschluss ist Wachstum", sagte Marriott-Vorstandschef Arne Sorenson, der auch die neue Gruppe führen soll. Der Abschluss des Deals wird für Mitte 2016 erwartet. Marriott rechnet damit, ab dem ersten Jahr nach der Fusion mindestens 200 Millionen Dollar jährlich einzusparen.

Marriott mit Sitz im US-Bundesstaat Maryland machte im vergangenen Jahr etwa 14 Milliarden Dollar Umsatz. Zum Unternehmen gehören diverse Ketten, unter anderem das Ritz-Carlton. Starwood mit Sitz in Connecticut betreibt Ketten wie Le Méridien, Westin oder Sheraton. Gemeinsam bringen sie es auf 30 Hotelmarken. Wie andere Ketten betreiben Marriott und Starwood nur sehr wenige Hotels selbst. Stattdessen werden die Häuser oft von Franchise-Partnern geführt, die vor Ort auch die Preise festlegen. Oft sind sie auch in Händen von Immobilienunternehmern, die manchmal mehrere Häuser unterschiedlicher Marken in der gleichen Stadt besitzen.

Marriott und Starwood machen einen großen Teil ihrer Umsätze außerhalb der USA. Obwohl durch die Fusion ein globaler Branchenführer entstünde, dürften die amerikanischen Kartellbehörden wenig Einwände haben, weil die Unternehmen in den USA auch zusammengenommen weit von einer marktbeherrschenden Stellung entfernt sind. Die zweitgrößte Hotelkette weltweit wäre dann die Hilton-Gruppe mit rund 4500 Häusern und 735.000 Zimmern.

Pro Starwood-Aktie bietet Marriott 0,92 eigene Aktien und zwei Dollar bar. Das würde einer Barzahlung von 340 Millionen Dollar und 11,9 Milliarden Dollar in eigenen Aktien entsprechen. Der Kaufpreis betrüge damit insgesamt 12,2 Milliarden Dollar. Starwoods Aktionäre würden nach dem Zusammenschluss 37 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten.

Bei Anlegern kam die Fusionsnachricht zunächst nicht gut an. Die Starwood-Aktie Chart zeigen notierte vorbörslich mit über vier Prozent im Minus. Marriotts Papiere verloren mehr als zwei Prozent.

US-Medien zufolge hatte Starwood sich bereits im Frühjahr zum Verkauf angeboten und auch Offerten von verschiedenen chinesischen Unternehmen erhalten. Der US-Wettbewerber Hyatt soll ebenfalls Interesse gezeigt haben.

apr/dpa/AP



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Steppke_R 18.11.2015
1. Link falsch ...
Die WKN zu Starwood-Hotels lautet US85590A4013 ... Den Korrekturleser habt Ihr wohl abgeschafft, oder ? Aber die Funktionsweise eines Links kann sogar ein outgesourster Bangladeschianer checken, der 1 Euro pro Stunde verdient... Am besten gleich hier http://www.onvista.de/aktien/STARWOOD-HOTELS-Aktie-US85590A4013...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.