Hongkong - Die Aussage von HSBC-Chef Stuart Gulliver ist ein klares Schuldeingeständnis: "Wir haben gesagt, dass es uns zutiefst leidtut und tun das noch einmal", sagte der Bankmanager am Dienstag. Zuvor hatte sich das britische Kreditinstitut im Zusammenhang mit einem Geldwäscheskandal mit der Regierung in Washington auf eine Rekordstrafe geeinigt. Die HSBC zahlt 1,9 Milliarden Dollar an den US-Staat, das wurde am Morgen offiziell bestätigt.
Ein Ausschuss des Senats hatte im Juli nach einjähriger Untersuchung festgestellt, dass die Bank Kunden über Jahre half, fragwürdige Gelder aus Ländern wie Mexiko, Iran, Saudi-Arabien und Syrien zu transferieren. In den USA werden Geschäfte mit iranischen Banken streng kontrolliert. Aus Angst vor einer Finanzierung des iranischen Atomprogramms werden sie sanktioniert.
Laut Senatsbericht soll die HSBC unter anderem
HSBC
ist nicht die einzige britische Bank, die wegen ihrer Geschäftspraktiken ins Visier der US-Behörden geraten ist. Wie am Montag bekannt wurde, muss Standard Chartered wegen unerlaubter Geschäfte mit dem Iran weitere 327 Millionen US-Dollar Strafe zahlen. Bereits im Sommer hatte sich Standard Chartered mit der New Yorker Finanzaufsicht auf die Zahlung von 340 Millionen Dollar wegen Sanktionsverstößen geeinigt. Die Bank Barclays erhielt in den USA im Zusammenhang mit dem Libor-Manipulationsskandal eine hohe Geldstrafe.
yes/Reuters/dpa
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