Windige Hypothekendeals HSBC zahlt 550 Millionen Dollar an US-Behörde

Ein weiteres Kapitel der Finanzkrise wird abgeschlossen. Die HSBC-Bank zahlt im Streit um Hypothekenpapiere 550 Millionen Dollar an die zuständige US-Behörde.

HSBC-Filiale in Mexiko: Aufarbeitung der Finanzkrise
REUTERS

HSBC-Filiale in Mexiko: Aufarbeitung der Finanzkrise


New York - Die größte europäische Bank HSBC hat den Hypothekenpapier-Streit in den USA beigelegt. Der britische Konzern gab am Freitag einen Vergleich in Höhe von 550 Millionen Dollar (rund 425 Millionen Euro) mit der zuständigen US-Behörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) bekannt.

Die Behörde hatte 2011 insgesamt 18 Banken verklagt, die den staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac mit Häuserkrediten abgesicherte Wertpapiere verkauft hatten. Neben der HSBC Chart zeigen waren das unter anderem die Großbanken JP Morgan Chase und Goldman Sachs Chart zeigen. Die Geldinstitute sollen verschleiert haben, wie kritisch es um die Häuserkredite bestellt war. Die Papiere verloren in der Finanzkrise massiv an Wert. Fannie und Freddie mussten mit Milliarden an Steuergeld gerettet werden.

Insgesamt hat die FHFA bei den Banken eine Summe von gut 18 Milliarden Dollar eingesammelt. Zwei Verfahren - mit der Royal Bank of Scotland und Nomura Holdings Chart zeigen - sind noch offen.

yes/dpa



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insgesamt 5 Beiträge
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fred0r 13.09.2014
1. Wieso kassieren eigentlich nur die USA ab?
Die Produkte wurden doch weltweit verkauft und der Schaden ist gewiss nicht nur dort entstanden.
erkelenzer 13.09.2014
2. = 1 Monatsgewinn
Wahnsinnsstrafe! Das entspricht etwa einem Drittel des letzten Quartalsgewinns (1,5 Mrd $), also dem Gewinn eines Monats...
raber 13.09.2014
3. Geldwäsche von Drogengeldern noch nicht angegangen
Es ist ja fast ein Wettlauf zwischen HSBC und der Deutschen Bank. Wer hat die meisten Skandale und krummen Geschäfte getätigt. Es sollte doch einmal untersucht werden warum HSBC Hals über Kopf ihr gesamtes Filialennetz in einigen Ländern verschleudert hat. Einige behaupten,dass die Geldwäsche in diesen als Drogen-Durchgangsländern bekannten Gegenden der Grund sein könnte. Wenn so etwas auffliegen würde, könnten die Strafzahlungen noch weitaus höher ausfallen. Es wäre schon interesant wenn sich die US-Behörden auch mal dieses Thema genauer ansehen würden. So wie @fred0r verstehe ich auch nicht warum nur die USA-Behörden nachforschen und abkassieren.
Celestine 13.09.2014
4.
Zitat von fred0rDie Produkte wurden doch weltweit verkauft und der Schaden ist gewiss nicht nur dort entstanden.
Das Entscheidende ist der Gerichtsstand. Und natürlich auch die Ambition der Staatsanwaltschaft, solche Fälle anzugehen. Diese Ambition ist in Deutschland unterentwickelt.
tatsache2011 13.09.2014
5.
Zitat von CelestineDas Entscheidende ist der Gerichtsstand. Und natürlich auch die Ambition der Staatsanwaltschaft, solche Fälle anzugehen. Diese Ambition ist in Deutschland unterentwickelt.
Ambition der Staatsanwaltschaft war im Fall Mollath, sogar die Fälle zu unterdrücken. Selbst im Jahr 2012 hat der Steuerprüfer angeforderte Unterlagen von 2003 zunächst nicht bekommen. Dann erst wurden die von Mollath genannten Fälle bearbeitet und führten zu Strafgeldern. In Hessen wurden Steuerprüfer zum Psychiater geschickt und so Prüfungen der Banken verhindert.
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