Washington - Die britische Großbank HSBC kann womöglich den Geldwäsche-Skandal in den USA durch die Zahlung einer Rekordstrafe beilegen. Die US-Behörden würden die Einigung am Dienstag bekanntgeben. HSBC werde mindestens 1,9 Milliarden US-Dollar zahlen, berichteten die Nachrichtenagenturen Bloomberg und AP sowie das "Wall Street Journal" am Montagabend unter Berufung auf Kreise. Ein Sprecher der Bank wollte sich mit Verweis auf die Vertraulichkeit der Gespräche nicht zu der Angelegenheit äußern.
HSBC soll über Jahre Geldwäsche unterstützt haben. Aus Ländern wie Mexiko, Iran und Saudi-Arabien sollen HSBC-Filialen Milliarden in die USA transferiert und Drogenhändlern sowie Finanzierern des Terrorismus in die Hände gespielt haben, hatte der US-Senat der Bank vorgeworfen. HSBC hatte im Sommer schwere Fehler eingeräumt und auch personelle Konsequenzen gezogen. So musste der Chefaufseher über die Unternehmenskultur ("Head of Compliance"), David Bagley, zurücktreten.
HSBC
ist nicht die einzige britische Bank, die wegen ihrer Geschäftspraktiken ins Visier der US-Behörden geraten ist. Wie am Montag bekannt wurde, muss Standard Chartered wegen unerlaubter Geschäfte mit Iran weitere 327 Millionen US-Dollar Strafe zahlen. Bereits im Sommer hatte sich Standard Chartered mit der New Yorker Finanzaufsicht auf die Zahlung von 340 Millionen Dollar wegen Sanktionsverstößen geeinigt.
mia/dpa/AP
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