Kriselndes Geldhaus HSH Nordbank geht besenrein an neuen Eigentümer

Jahrelang steckte die HSH Nordbank in der Krise - nun wird sie frei von Altlasten an ihre neuen Eigentümer übergeben. Der Kieler Landtag stimmte entsprechenden Plänen zu.

Eingangsbereich der HSH Nordbank in Hamburg
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Eingangsbereich der HSH Nordbank in Hamburg


In einem letzten Kraftakt trennt sich die HSH Bank noch einmal von faulen Schiffskrediten, wendet 1,1 Milliarden Euro auf - und geht dann im Sommer frei von Altlasten an einen neuen Eigentümer über. Das teilte Vorstandsvorsitzender Stefan Ermisch am Donnerstag in Hamburg mit.

Am gleichen Tag stimmte der Kieler Landtag einstimmig der Privatisierung zu. Die Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft wird ebenfalls noch vor der Sommerpause erwartet. Bankenaufsicht und EU-Kommission müssen den Verkauf ebenfalls noch absegnen. Er könnte dann letztlich Ende Juni oder Anfang Juli wirksam werden.

Die bisherige Abbaubank, in der faule Kredite und auslaufende Geschäfte gebündelt sind, werde dann wegfallen. Die Käufer - US-amerikanische Investmentfonds - erhalten damit eine gut kapitalisierte mittelgroße Geschäftsbank mit einem auch im internationalen Vergleich geringen Anteil an Problemkrediten. Der Kaufvertrag war am 28. Februar unterschrieben worden.

Wegen der Belastungen durch die Privatisierung weist die Bank für 2017 noch einmal einen Verlust von 453 Millionen Euro vor Steuern aus. Ohne die Privatisierung hätte sie einen Gewinn von rund 238 Millionen Euro erzielt.

ssu/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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Kater Bolle 26.04.2018
1. Alles wie immer.........
Keiner hatte Schuld und der Steuerzahler Zahlte alles. Fazit: Wir brauchen dringend einen Amtsankläger und ein Strafrecht für Amtsträger + Beamte. Es kann doch nicht sein, das da 10-15 Mrd. in den Sand gesetzt werden und unsere pol. Eliten machen schlicht einen Haken. So nicht!
charlybird 26.04.2018
2. Dieses Ding
ist an Größenwahn, Inkompetenz und mangelnder Kontrolle erstickt und letztlich nur mit Steuergeldern (wieder mal) zurück in das von betrügerischen Reedern wimmelnde Fahrwasser gehievt worden. Und wie immer ohne wirklichen Protest der Zahler.
Havel Pavel 26.04.2018
3. Des einen Leid des anderen Freud!
Zitat von Kater BolleKeiner hatte Schuld und der Steuerzahler Zahlte alles. Fazit: Wir brauchen dringend einen Amtsankläger und ein Strafrecht für Amtsträger + Beamte. Es kann doch nicht sein, das da 10-15 Mrd. in den Sand gesetzt werden und unsere pol. Eliten machen schlicht einen Haken. So nicht!
Das ist wieder mal ein Paradebeispiel der ach so cleveren Politiker, allen vorweg der neue Aussenminister der sich einst so hat über den Tisch ziehn lassen, um am Ende alles billig verramschen zu können. Ein Trost bleibt, die Gelder sind nicht weg, nur halt eben in andere Hände gewandert, worübr sich so einige riesig freuen dürften. Die Zeche dafür kann ja der Steuerzahler übernehmen, was umgelegt auf jeden Einzelnen ja schliesslich nur einen überschaubaren Betrag ausmacht und somit als Peanuts abgehakt werden kann! Wer sollte sch darüber denn schon noch aufregen?
minsk60 26.04.2018
4. zu simpel
Zitat von Havel PavelDas ist wieder mal ein Paradebeispiel der ach so cleveren Politiker, allen vorweg der neue Aussenminister der sich einst so hat über den Tisch ziehn lassen, um am Ende alles billig verramschen zu können. Ein Trost bleibt, die Gelder sind nicht weg, nur halt eben in andere Hände gewandert, worübr sich so einige riesig freuen dürften. Die Zeche dafür kann ja der Steuerzahler übernehmen, was umgelegt auf jeden Einzelnen ja schliesslich nur einen überschaubaren Betrag ausmacht und somit als Peanuts abgehakt werden kann! Wer sollte sch darüber denn schon noch aufregen?
Beiträge von dem Geld, das nicht weg aber dafür in anderen Taschen ist, gehen an den Tatsachen vorbei. Das Geld ist zuerst bei Reedern gelandet, die dafür Schiffe haben bauen lassen, die jetzt wegen einer veränderten Situation auf dem Frachtmarkt nur noch Schrottwert haben. Letztendlich ist das Geld damit bei Werften und deren Arbeitern gelandet und nicht bei Heuschrecken, Spekulanten oder ähnlichen Berufsgruppen.
Havel Pavel 26.04.2018
5. War wohl nichts!
Zitat von minsk60Beiträge von dem Geld, das nicht weg aber dafür in anderen Taschen ist, gehen an den Tatsachen vorbei. Das Geld ist zuerst bei Reedern gelandet, die dafür Schiffe haben bauen lassen, die jetzt wegen einer veränderten Situation auf dem Frachtmarkt nur noch Schrottwert haben. Letztendlich ist das Geld damit bei Werften und deren Arbeitern gelandet und nicht bei Heuschrecken, Spekulanten oder ähnlichen Berufsgruppen.
Schon mal was von faulen Krediten gehört? Wenn alles so super gelaufen wäre wie Sie denken, dann hat wohl der heilige Geist die Bank in den Ruin geführt oder wie soll man Ihre Argumente auffassen? Keine seriöse Bank vergibt Kredite ohne ausreichende Sicherheiten und dies kann man ja wohl der HSB Nordbank kaum behaupten, denn sonst wäre sie nicht dort wo sie inzwischen gelandet ist und der neue Eigentümer freut sich diese nicht übernehmen zu müssen, denn sonst hätte er wohl kaum zugegriffen!
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