Huawei-Festnahme Dax und Dow Jones gehen runter

Aufruhr an der Börse: Die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei in Kanada sorgte für fallende Kurse. Nur der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte vor.

New York Stock Exchange (NYSE)
DPA

New York Stock Exchange (NYSE)


Die US-Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 24.947 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,2 Prozent auf 2695 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen 0,4 Prozent auf 7188 Punkte vor.

Der Dax sackte heute um 3,48 Prozent auf 10.810,98 Zähler ab. Es war der größte Tagesverlust seit dem Brexit-Votum in Großbritannien im Juni 2016. Mit einem Minus von gut 16 Prozent seit Jahresbeginn droht dem Leitindex ein tiefrotes Börsenjahr 2018.

Der MDax der mittelgroßen Börsentitel büßte 3,14 Prozent ein auf 22.447,75 Zähler, den niedrigsten Stand seit Anfang vergangenen Jahres.

Als Auslöser gilt die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei in Kanada. Die USA drängen ihren nördlichen Nachbarn zur sofortigen Auslieferung der Tochter von Huawei-Gründer Ren Zhengfei. Die US-Justiz beschuldigt die Managerin, das US-Handelsembargo gegen Iran verletzt zu haben. China protestierte scharf gegen die Festnahme.

Weltweit sackten die Aktienmärkte nach dieser Nachricht ab. Analyst Gregor Kuhn von Emden Research sagte: "Schwer vorstellbar, dass diese Entwicklung zu einer Deeskalation im Zollstreit zwischen den USA und China beiträgt."

tin/Reuters



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