Hypo-Alpe-Adria-Debakel Österreich stimmt Milliardenvergleich mit Bayern zu

Bayern und Österreich streiten seit Jahren über die Kostenverteilung des Zusammenbruchs der Skandalbank Hypo Alpe Adria. Ein Vergleich soll es richten - den hat das Parlament in Wien nun abgenickt.

Hypo Alpe Adria: Streit um ausstehende Gelder
REUTERS

Hypo Alpe Adria: Streit um ausstehende Gelder


Das österreichische Parlament hat einem Vergleich mit der Bayerischen Landesbank zugestimmt. Damit rückt eine Einigung im seit Jahren andauernden Streit zwischen Österreich und Bayern über die Verteilung der Kosten, die durch den Zusammenbruch der Bank Hypo Alpe Adria entstanden sind, näher. Konkret geht es in dem Streit um ausstehende Gelder in Höhe von 2,4 Milliarden Euro.

Österreich hatte diesen Betrag im Gegensatz zu Bayern nicht als rückzahlbaren Kredit angesehen, sondern als Aufstockung der Eigenmittel der Krisenbank. Ein jahrelanger Rechtsstreit war die Folge. Mit dem Vergleich kann die BayernLB als zwischenzeitliche Eigentümerin der Hypo Alpe Adria darauf hoffen, etwa die Hälfte der ausstehenden Gelder zurückzubekommen. Im Gegenzug sollen alle anhängigen Gerichtsverfahren eingestellt werden.

Die BayernLB hatte die Hypo Alpe Adria 2007 gekauft und die marode Bank zweieinhalb Jahre später in einer Notaktion an Österreich zurückgegeben. Wien hatte sie wegen Unsanierbarkeit in eine Bad Bank namens Heta umgewandelt, die bis 2016 abgewickelt werden soll. Heta hatte im September einem Vergleich bereits zugestimmt.

kop/dpa



insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Zehetmaieropfer 15.10.2015
1. Kein guter Tag für Bayern
Dies ist eine Niederlage für Bayern. Leider wurden die politisch in Bayern für dieses Desaster Verantwortlichen trotz des Schadens für Bayern nie zu Rechenschaft gezogen. Es ist von den zuständigen Stellen vielleicht doch noch einmal zu prüfen, ob rechtliche Schritte gegen Edmund Stoiber, Günter Beckstein und Erwin Huber (gemeint die entsprechenden CSU - Politiker) eingeleitet werden können.
w.diverso 15.10.2015
2. Kein guter Tag für Bayern und Österreich!
Einige wenige haben sich die Taschen vollgefüllt, in beiden Ländern, und die Steuerzahler müssen dafür aufkommen. Wieder hat es die so modern gewordene Umverteilung von den Armen zu den Reichen gegeben. Und die Gerichte werden wieder einmal zwar lange suchen, aber dann doch keinen Schuldigen finden.
jorei1 15.10.2015
3. am ende zahlt immer der steuerzahler -
in bayern genauso wie in österreich. die verbrecher bleiben unbehelligt, die nutzniesser, die die fehlenden milliarden eingesackt haben, laufen frei herum und lachen sich ins fäustchen und uns frech ins gesicht. kapitulation des rechtsstaats vor kriminellen bankstern, politikern und organisationen. schon die rücknahme der bank durch den österreichischen finanzminister im dezember 2009 war ein diebstahl am österreichischen steuerzahler. man hätte die bank einfach pleite gehen lassen müssen. das hätte zwar auch viel geld gekostet, weil das land kärnten für die bank unbeschränkt gehaftet hat. wäre aber in der folge kärnten pleite gegangen, wäre es letztlich viel billiger gekommen als jetzt. die öst. steuerzahler durften allein bis jetzt 9 mrd. euro in die hypo/heta pumpen. jetzt kommen nochmal 1,2 mrd. dazu. und das ist noch nicht alles. und wo bleibt die justiz? fehlanzeige, die ist ja voll ausgelastet missliebige bürger, kleinkriminelle und steuersünder zu verfolgen.
Big.m 15.10.2015
4. Banker schähmt euch!
Es ist nur eine Frage der Zeit das geoutete Banker vom normalen MOB, nach Feierabend, durch die Strassen gejagt werden! Kann sich noch wer an die Götter in weiss erinnern, ist noch nicht so lange her - nach dem Hochmut kommt der Fall
kasam 16.10.2015
5. Der Herr Seehofer, der sollte
in seinem eigenen Stall mal aufräumen und die Leute zur Verantwortung ziehen, die das Dilemma zu verantworten haben--- und sich weniger auf den Rücken der Flüchtlinge versuchen sich politisch zu profilieren ---denn der Schuss geht nach hinten--ein wenig zu viel Menschenverachtung für meinen Geschmack---
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.