Hypothekengeschäfte: Deutscher Bank droht Prozess in den USA

Der Deutschen Bank droht wegen ihrer umstrittenen Hypothekengeschäfte neuer Ärger in den USA. Ein Gericht ließ eine Klage der Aufsichtsbehörde FHFA gegen die Bank zu. Die Behörde fordert mehr als 14 Milliarden Dollar.

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt: 2014 soll der Prozess beginnen Zur Großansicht
dapd

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt: 2014 soll der Prozess beginnen

New York - Die Deutsche Bank muss sich in den USA einem weiteren Prozess wegen umstrittener Hypothekengeschäfte stellen. Eine Bezirksrichterin im New Yorker Stadtteil Manhattan ließ eine mehr als 14 Milliarden Dollar schwere Klage der Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) gegen das größte deutsche Geldhaus zu.

Eine ähnliche Klage ließ sie auch gegen die US-Investmentbank Goldman Sachs Chart zeigen zu - dabei geht es um 11,1 Milliarden Dollar. Beide Verfahren sollen im September 2014 beginnen. Die Institute äußerten sich nicht dazu.

Die FHFA hat insgesamt 18 Banken wegen umstrittener Hypothekengeschäfte mit den halbstaatlichen Finanzierern Fannie Mae Chart zeigen und Freddie Mac Chart zeigen verklagt. Sie wirft den Instituten vor, beim Verkauf von Wertpapieren, die mit Hypotheken besichert sind, 2005 bis 2007 falsche Angaben gemacht zu haben. Viele dieser Papiere haben in der Krise massiv an Wert verloren, was Fannie Mae und Freddie Mac in Schieflage gebracht hatte. Insgesamt werden finanzielle Schäden über fast 200 Milliarden Dollar geltend gemacht.

Die New Yorker Bezirksrichterin ist mit den meisten dieser Fälle betraut. Sie hatte zuvor schon Abweisungsanträge anderer Banken wie der UBS Chart zeigen, JP Morgan und der Bank of America Chart zeigen abgelehnt.

Die Deutsche Bank Chart zeigen ist in den USA in mehrere Rechtsstreitigkeiten verwickelt, was das Image des Instituts in dem Land zunehmend beschädigt. In einem Fall zahlte die Bank im Mai 202 Millionen Dollar und räumte Fehlinformationen der US-Tochter MortgageIT bei Hypothekengeschäften ein.

stk/Reuters

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1. und weiter ? was kommt da ?
die-dicke-aus-der-uckerm. 13.11.2012
Zitat von sysopDer Deutschen Bank droht wegen ihrer umstrittenen Hypothekengeschäfte neuer Ärger in den USA. Ein Gericht ließ eine Klage der Aufsichtsbehörde FHFA gegen die Bank zu. Die Behörde fordert mehr als 14 Milliarden Dollar. Hypothekengeschäfte: Deutscher Bank droht Prozess in den USA - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/hypothekengeschaefte-deutscher-bank-droht-prozess-in-den-usa-a-867003.html)
Genau. es wird bei der Drohung bleiben denn vorher werden ein paar größere Scheinchen über den Tisch geschoben und alles ist wieder gut.
2.
silverhair 13.11.2012
Zitat von die-dicke-aus-der-uckerm.Genau. es wird bei der Drohung bleiben denn vorher werden ein paar größere Scheinchen über den Tisch geschoben und alles ist wieder gut.
Da wäre ich nicht so sicher! Das "Vermögen der Deutschen Bank beträgt nur so um die 45 Mrd. Euro" und dieser Betrag ist die einzige Deckung für ihre "Einlagen Geschäfte" in Höhe von über 700 Mrd. Euro! Bei einer so dünnen Decke wird die Luft auch mit 1 Mrd. schon sehr schnell enger den das läppert sich so langsam zu recht Stattliche Beträgen , insgesamt dürften die Klagen inzwischen die Höhe von 100 Mrd. USD oder mehr betragen. Und , es geht hier um Staatliche Aufsichtsbehörden die aus den unterschiedlichsten Gründen auch den Wählern gegenüber Erklärungen dafür liefern müssen warum sie dieses dubiose Spiel der Banken nicht schon lange vorher beendet haben! Und, vergessen sie mal die von der Kanzlerin gesteuerten Gerichte in Deutschland - in den USA sind die Richter wirklich von jeder Regierung unabhängig , genauso wie die Staatsanwälte - und zumindest bei Richtern in den USA ist bisher über Bestechung selber nichts zu machen - was zwar oft seltsame deals nicht immer verhindert, aber zumindest dieses "mal ein paar grössere Scheinchen rüberschieben" hilft ihnen in den USA nicht viel! Und für die Regierung steht "Eintreiben von Schäden" an, Obama muss mehrere Billionen auftreiben, die auch nicht unwesentlich durch die Zockerei der Banken erst entstanden sind - der legt den Richtern da sicherlich keine Vorgaben in Richtung .. mal sanft damit umgehen in den Weg! Der Stern der dt. Bank in den USA ist am untergehen - ihr Rückzug dort ist schon längst im gange, auf vielen Ebenen - aber wohl sehr zielstrebig!
3. Substanzloser Beitrag
Gerdtrader50 14.11.2012
Keiner weiß nix. Aus der Erinnerung: Fanny Mae und Freddy Mac kreierten das "Perpetuum Mobile" der Finanzwirtschaft. Sie als Finanzierer der Objekte, Besitzer der Personal- und Objektdaten waren natürlich mittels Wertgutachten und Personaldaten mit Scoringsystem in der Lage, die tatsächliche Werthaltigkeit der verbrieften Milliarden-Dollar-Hypotheken-Pakete zu erkennen. Das konnte ein Käufer natürlich nicht. Er musste sich darauf verlassen, dass die Angaben stimmten. Soviel Prozent des Paketes sind gefährdet, der Rest bonitätsmässig in Ordnung. Dafür gab es dann erhebliche Risikoabschläge beim Kaufpreis, meist so um die 40 % des Paketwertes. Zusätzlich waren die Pakete beim US-Versicherer AIG gegen Zahlungsausfall der Hypothekennehmer versichert. Anfangs mittels Zwangsversteigerungen wurden noch Werte erzielt, die Deckung erzielten. Danach gings dann marktmässig gewaltig bergab und auch die Versteigerungen brachten nicht mehr viel. So glaubte vermutlich jeder Europäer, die Geschäfte seien narrensicher. Also kauften sie. Die DB jedoch verkaufte die angekauften Pakete stets schnell weiter und hielt selbst nur wenige davon. Meist kauften die besten Banker der Welt, Landesbanken in Deutschland, besetzt mit begnadeten Bankern und die fielen dann auch gewaltig auf die Fresse. Die DB wäre auch auf die Fresse gefallen, weil AIG pleite ging. Nur weil Obama diese gerettet hatte, bekam die DB die ihr ausgefallenen 11 Milliarden US-Dollar. So, nun haben die Leser wenigstens einen kleinen, unvollständigen Eindruck von den Geschehnissen, welche den Prozessen zugrunde liegen. Das ändert aber immer noch nichts daran, dass kein Mensch weiß, wegen was speziell die DB angeklagt ist. Weil sie den von amerikanischen Banken produzierten Schrott und die Fehlinformationen glaubten ? In den Argen treten müsste die Gerichte Fanny Mae und Freddy Mac. Auch Lehmann Brothers ging an diesem Mist pleite. Was die geleimten Käufer und Wiederverkäufer wie die DB an den Schweinereien Fanny Mae,s und Fredie Macs hätten schuld sein sollen, ist kaum nachvollziehbar.
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