Spritverbrauch kleingerechnet Hyundai und Kia zahlen Rekordstrafe

Schwerer Schlag für Hyundai und Kia: Die Autobauer müssen 100 Millionen Dollar Strafe zahlen. Einige ihrer Modelle verbrauchen mehr Benzin, als die Hersteller behauptet hatten.

Hyundai-Logo: Millionenstrafe wegen falscher Angaben
AFP

Hyundai-Logo: Millionenstrafe wegen falscher Angaben


Seoul - Der südkoreanische Autohersteller Hyundai und seine Schwesterfirma Kia Motors müssen wegen falscher Verbrauchsangaben 100 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die US-Umweltbehörde EPA hatte 2012 bei Tests herausgefunden, dass einzelne Modelle beider Autobauer mehr Sprit verbrauchen als versprochen wurde. Es sei um rund 1,2 Millionen Autos gegangen, teilte das US-Justizministerium mit. Beide Unternehmen akzeptierten die Strafe, die die bisher höchste unter dem Emissionsschutzgesetz sei, hieß es.

Generalstaatsanwalt Eric Holder nannte die zusammen mit Hyundai und Kia erreichte Lösung einen "beispiellosen Beschluss". "Hyundai hat transparent gehandelt, die betroffenen Verbraucher entschädigt und mit der EPA während der Untersuchung zusammengearbeitet", teilte der Chef von Hyundai Amerika, David Zuchowski, mit. Die Hyundai-Motor-Gruppe ist der fünftgrößte Autohersteller weltweit.

Zusätzlich verzichten die Unternehmen auf 4,75 Millionen "Treibhausgas-Punkte" im Wert von über 200 Millionen Dollar. Autohersteller können sich diese Bonuspunkte verdienen, wenn sie Autos mit geringeren Emissionen bauen als vom Gesetz gefordert. Zudem wollen beide rund 50 Millionen Dollar dafür ausgeben, dass ähnliche Verstöße nicht mehr vorkommen.

ssu/dpa-AFX

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bernardmarx 04.11.2014
1. Ob sich in Deutschland oder Europa
jemand für die zweifellos genau so gefaketen Verbrauchsdaten schert?
Motorkopf 04.11.2014
2. Laßt das Schule machen!
Es gibt keinen Hersteller, dessen angegebene Verbrauchswerte realitätsgetreu sind! Das, was da "auf der Rolle" (für Europa) ermittelt wird, ist ein großer Witz. Die allermeisten Autofahrer bekommen diesen Verbrauch nie hin. Bitte EU-Gesetzgeber: Kassiert die Autobauer bitte auch hierzulande ab! Verdient hätten sie es.
idealist100 04.11.2014
3. Wie war
Zitat von MotorkopfEs gibt keinen Hersteller, dessen angegebene Verbrauchswerte realitätsgetreu sind! Das, was da "auf der Rolle" (für Europa) ermittelt wird, ist ein großer Witz. Die allermeisten Autofahrer bekommen diesen Verbrauch nie hin. Bitte EU-Gesetzgeber: Kassiert die Autobauer bitte auch hierzulande ab! Verdient hätten sie es.
das noch mit dem Verbrauch? Ohne Klima, Nebenaggregate und dann bis max 120kmh kommt der Verbrauch schon hin. Also fahrt auch so bis die Batterie leer ist.
fgeiger 04.11.2014
4.
Zitat von MotorkopfEs gibt keinen Hersteller, dessen angegebene Verbrauchswerte realitätsgetreu sind! Das, was da "auf der Rolle" (für Europa) ermittelt wird, ist ein großer Witz. Die allermeisten Autofahrer bekommen diesen Verbrauch nie hin. Bitte EU-Gesetzgeber: Kassiert die Autobauer bitte auch hierzulande ab! Verdient hätten sie es.
Wird wohl schwerlich möglich sein, war es doch ausgerechnet der "EU-Gesetzgeber" der den Herstellern genau diese "Rollen-Prozedur" vorgeschrieben hat.....
MartinS. 04.11.2014
5. ...
Zitat von MotorkopfEs gibt keinen Hersteller, dessen angegebene Verbrauchswerte realitätsgetreu sind! Das, was da "auf der Rolle" (für Europa) ermittelt wird, ist ein großer Witz. Die allermeisten Autofahrer bekommen diesen Verbrauch nie hin. Bitte EU-Gesetzgeber: Kassiert die Autobauer bitte auch hierzulande ab! Verdient hätten sie es.
Ist das tatsächlich so? Auch in Amerika wird der angegebene Verbrauch nach einem Normzyklus ermittelt. Die Strafe gibt es nicht, weil die Autos im realen Gebrauch mehr verbrauchen, als im Normzyklus, sondern weil die angegebenen Verbrauchswerte eben bei einer Überprüfung (immer noch im Normzyklus) signifikant von den neu ermittelten Werten abweichen. Wenn sie angeben, dass das Auto 4 l/100km verbraucht, im realen Betrieb sinds dann aber doch 10 l, dann ist das vollkommen ok... wenn man auf dem Prüfstand dann allerdings bei einer Kontrolle immer auf Werte zwischen 5-6 l kommt, DANN liegt offensichtlich eine deutliche Diskrepanz vor. Die extremen Abweichung im realen Betrieb betreffen größtenteils ohnehin nur Deutschland... in anderen Ländern wirkt sich das bedeutend weniger stark aus, da es doch einen kleinen Unterschied macht, ob man mit max. Tempo 120 fährt, oder ganz regulär 180-200 auf der Bahn.
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