IT-Konzern IBM will in Deutschland Hunderte Stellen abbauen

Fast tausend Jobs sollen bei IBM in Deutschland laut der Gewerkschaft Ver.di wegfallen - besonders im Servicebereich. Das amerikanische IT-Unternehmen befindet sich im Dauerumbau.

IBM-Firmenschild in Ehningen (Baden-Württemberg)
DPA

IBM-Firmenschild in Ehningen (Baden-Württemberg)


Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau: Laut der Gewerkschaft Ver.di hat der Konzern am Mittwoch über die geplante Kürzung von fast tausend Stellen bis März 2017 informiert. Betroffen sind vor allem Servicebereiche.

IBM habe die Arbeitnehmervertreter zu Verhandlungen für Sozialplan und Interessenausgleich aufgefordert. In Hannover solle ein Bereich mit etwa 200 Mitarbeitern stillgelegt werden, sagte ein Ver.di-Vertreter. Grundsätzlich bleibe der Standort Hannover aber erhalten.

"IBM hat die Mitbestimmung informiert und zu Verhandlungen aufgefordert", bestätigte ein Konzernsprecher. Seit Jahren kämpft IBM mit einem Umsatzrückgang. Das Unternehmen befindet sich in einem Dauerumbau, bei dem alte Bereiche wie der Verkauf von Servern oder Infrastruktur durch neue Geschäftsfelder ersetzt werden.

In Deutschland beschäftigt der US-Konzern etwa 16.500 Mitarbeiter, 2009 waren es noch rund 21.000.

kpa/dpa



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insgesamt 4 Beiträge
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DCCL 30.03.2016
1. Wie gut, dass die Mitarbeiter
um 15:30 in einem "Conference Call" per Telefon davon erfuhren, bevor sie es in der Presse lesen... Die Ankündigung hast mal gerade 12 Minuten gedauert...
Oberleerer 30.03.2016
2.
Ich wüßte gerne, ob der Verkauf der Notebook-Sparte mit den beliebten ThinkPads und der Verkauf der x86-Serversparte ein lohnendes Unterfangen waren. 1000e virtuelle Maschinen auf einem riesigen Server zu betreiben ist sicherlich auch eine Sackgasse, wenn mal was geschraubt werden muß. Riesige Server sollte man nur kaufen, wenn man riesige Server wirklich braucht: für Aufgaben die sich eben nicht auf billige Massenware verteilen lassen. Das neue Rechenzentrum von Facebook in Norwegen ist da beispielhaft.bei Ausfallsicherheit, Skalierbarkeit und Kosten.
guentherzaruba 31.03.2016
3. die Service Techniker
wurden kürzlich übernommen und jetzt ist eben das "MHD" abgelaufen . Ein "GANZ NORMALER VORGANG"
fly2dive 31.03.2016
4. @Oberleerer
das ist Unsinn. Dezidierte Rechner sind eine Verschwendung von Resourcen, da sie die meiste Zeit ungenutzte Kapaziäten bereithalten. Durch Virtualisierung wird eine wesentlich effizientere Auslastung gewährleistet. Und wenn tatsächlich mal an der HW geschraubt werden muss, ziehen die virtuellen Rechner einfach auf anderen Server um, ohne dass die Anwender das merken.
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