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Ifo-Index: Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich nur leicht

Die deutschen Unternehmen schätzen ihre aktuelle Geschäftslage etwas schlechter ein. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Oktober leicht gesunken. Eine Überraschung gibt es in der Automobilbranche.

Containerhafen in Hamburg: Optimistisch für die Zukunft Zur Großansicht
DPA

Containerhafen in Hamburg: Optimistisch für die Zukunft

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen hat sich im Oktober leicht eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel von 108,5 Punkten im Vormonat auf nun 108,2 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer und basiert auf einer Umfrage unter 7000 Managern aus Industrie, Baugewerbe und Handel.

"Die deutsche Konjunktur zeigt sich erstaunlich widerstandsfähig gegenüber den vielfältigen Herausforderungen des Herbstes", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. "So ist die Automobilindustrie vom VW-Skandal unbeeindruckt." Die Stimmung dort verbesserte sich sogar. Sowohl die Einschätzungen zur aktuellen Lage als auch die Erwartungen hätten sich in der Autobranche gebessert, die Produktion solle gesteigert werden, teilte das Ifo-Institut mit. Nur vom Export würden keine weiteren Impulse mehr erwartet.

Im langfristigen Vergleich bewegt sich der Ifo-Index auf einem hohen Niveau, wie die folgende Grafik zeigt.

Grafik
Allgemein beurteilten die Firmenchefs zwar die aktuelle Lage etwas schlechter, die Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr dagegen optimistischer als im Vormonat. In der Industrie ging das Geschäftsklima zurück, während die Stimmung in der Dienstleistungsbranche einen neuen Rekordwert erreichte.

Die Börsenturbulenzen in China haben Sorgen vor einem Dämpfer für die exportabhängige deutsche Wirtschaft geschürt, zumal auch andere große Schwellenländer wie Brasilien und Russland in Schwierigkeiten stecken.

"Der erneute Anstieg der Erwartungen ist eine richtig gute Nachricht. Das schwächere Wachstum in vielen Schwellenländern stellt das deutsche Wachstumsmodell zwar auf die Probe, aber ein Abschwung ist nicht in Sicht", sagte ein Analyst angesichts der aktuellen Ifo-Zahlen.

mmq/Reuters/dpa

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insgesamt 26 Beiträge
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1. Was...
nixkapital 26.10.2015
...soll mir dieser Index denn vermitteln? Wie wäre es mal mit dem Puls-Messen beim Durchschnittsbürger?
2.
lupidus 26.10.2015
Zitat von nixkapital...soll mir dieser Index denn vermitteln? Wie wäre es mal mit dem Puls-Messen beim Durchschnittsbürger?
also google hilft da schon weiter. einfach, die einschätzung entscheidender leute unserer wirtschaft über zukünftige entwicklungen. ist aber bestimmt total irrelevant was die denken, denn das hat überhaupt keine auswirkungen auf irgendwas...
3.
tuedelich 26.10.2015
Na, da war wohl der Wunsch Vater des "Ergebnisses"!
4. Statt sich darüber zu freuen,
romeov 26.10.2015
...sind schon wieder die typischen beamtischen Bedenkenträger mit erhobenem Zeigefinger hier im Forum.
5.
muellerthomas 26.10.2015
Zitat von tuedelichNa, da war wohl der Wunsch Vater des "Ergebnisses"!
Wie kommen Sie darauf oder was möchten Sie andeuten? Das ifo Institut befragt für den Index jeden Monat rund 7.000 Unternehmen, die Methodik ist transparent, die Ergebnisse weisen eien sehr hohe Korrelation zur Entwicklung der Industrieproduktion bzw. des BIPs auf. Was stört Sie daran?
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Der Ifo-Index
Das Ifo-Institut bittet monatlich rund 7000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate mitzuteilen. Die Unternehmen können ihre Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate als "günstiger", "gleichbleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen.

Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "gut" und "schlecht", der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "günstiger" und "ungünstiger".

Das Geschäftsklima errechnet sich aus dem Mittelwert der Umfrageergebnisse zur Geschäftslage und zu den Erwartungen. Zur Berechnung der Indexwerte werden diese transformierten Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2000 bezogen.


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