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Ifo-Index: Unternehmen erwarten wieder bessere Geschäfte

Produktion bei MAN in Hamburg Zur Großansicht
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Produktion bei MAN in Hamburg

Dreimal in Folge bewerteten deutsche Manager die Aussichten schlechter als zuvor - nun sehen sie wieder optimistischer in die Zukunft: Das wichtigste Konjunkturbarometer ist im März leicht gestiegen.

Die Stimmung der deutschen Firmenchefs hat sich im März wieder verbessert. Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg von 105,7 Punkten auf 106,7 Zähler, teilte das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mit. Ökonomen hatten mit einem noch wesentlich schwächeren Anstieg gerechnet.

"Die deutsche Wirtschaft startet weniger skeptisch in den Frühling", sagte der scheidende Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Das gelte sowohl für die aktuelle Lage als auch für die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate. Beide Indikatoren für die Stimmung unter den Führungskräften stiegen im März - der für die aktuelle Lage von 112,9 auf 113,8 Punkte, der für die Aussichten in den kommenden Monaten von 98,9 auf 100,0.

In den drei Monaten zuvor war das Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft jeweils gefallen. Als Grund dafür galten Sorgen bei den deutschen Managern vor einer andauernden Wachstumsschwäche in China und in den Schwellenländern, aber auch in den USA. Zudem belasteten die Grenzkontrollen im Schengenraum die Aussichten.

Im Video: Ifo-Index hat sich verbessert

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"Die schlimmsten Befürchtungen im Hinblick auf eine globale Rezession, die noch vor einigen Wochen grassierten, waren übertrieben", kommentierte Analyst Michael Holstein von der DZ Bank die Stimmungsaufhellung. "Damit sind auch die Vorzeichen für die deutsche Konjunktur im Jahr 2016 positiv: Wir erwarten eine Wachstumsrate von 1,8 Prozent."

Damit liegt Holstein auf ähnlicher Linie wie viele Volkswirte, die der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von knapp zwei Prozent zutrauen. Die Voraussetzungen dafür sind auch gut: Die Verbraucher sind weiter in Kauflaune, dank Rekordbeschäftigung und niedriger Inflation. Skeptische Ökonomen rechnen allerdings nur mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent. 2015 wuchs die deutsche Wirtschaft um 1,7 Prozent.

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1. Wie sagte Volker Pispers
ironpolem 22.03.2016
"Da rufen die Glaskuglbestzer die Kaffeesatzleser an und fragen, was die vermuten, wie die weitere Entwicklung ist. Je nachdem wie die gerade so drauf sind, kommen dann unteschiedliche Ergebnise raus." Ich elbst habe 3 Jahre lang als Bilanzbuchhalter und Verwaltungschef eines mittelständischen Unterhmens mitgewirkt an statistischen Erhebungen. ... Da gbit es einen großen sich selbst repruduzierenden Markt für Wirtschftsinformationen und die Medien verbreiten diese alle 4 Wochen an die dooffen Konsumenten.
2. Was heißt 'wieder'?
lynx2 22.03.2016
Wann haben sie denn schlechte Geschäfte gemacht und welche? Das monatliche Konkunktur-bla-bla von Ifo ist überhaupt nicht aussagefähig. Die Schwankungen sind sehr stark und Trends sind gar nicht ablesbar. Was zählt ist die mittelfristige und langfristige Entwicklung de Auftragseingänge. ironpolem hat recht. So sehe ich das auch. Ich habe selbst in meiner Berufspraxis an solchen Erhebungen teilgenommen und weiß wie das läuft. Wie repräsentativ das ist, das sagen die Institute nicht, eine Vollerhebung können sie ja nicht machen. Also rechnen sie mit Gewichtungsfaktoren hoch. Wie sie das machen, legen sie natürlich in der Öffentlichkeit nicht offen.
3.
muellerthomas 22.03.2016
Zitat von lynx2Wann haben sie denn schlechte Geschäfte gemacht und welche? Das monatliche Konkunktur-bla-bla von Ifo ist überhaupt nicht aussagefähig. Die Schwankungen sind sehr stark und Trends sind gar nicht ablesbar. Was zählt ist die mittelfristige und langfristige Entwicklung de Auftragseingänge. ironpolem hat recht. So sehe ich das auch. Ich habe selbst in meiner Berufspraxis an solchen Erhebungen teilgenommen und weiß wie das läuft. Wie repräsentativ das ist, das sagen die Institute nicht, eine Vollerhebung können sie ja nicht machen. Also rechnen sie mit Gewichtungsfaktoren hoch. Wie sie das machen, legen sie natürlich in der Öffentlichkeit nicht offen.
Wie kommen sie zu dieser Einschätzung? Die Korrelation des ifo Index mit der realwirtschaftlichen Entwicklung ist doch tatsächlich sehr hoch. Kann man z.B. hier gut sehen: http://blog.zeit.de/herdentrieb/files/2012/02/ifo_Prod_Erwart_plus_3m_Vergleich_sigma_1202.gif
4.
halitd 22.03.2016
Zitat von ironpolem"Da rufen die Glaskuglbestzer die Kaffeesatzleser an und fragen, was die vermuten, wie die weitere Entwicklung ist. Je nachdem wie die gerade so drauf sind, kommen dann unteschiedliche Ergebnise raus." Ich elbst habe 3 Jahre lang als Bilanzbuchhalter und Verwaltungschef eines mittelständischen Unterhmens mitgewirkt an statistischen Erhebungen. ... Da gbit es einen großen sich selbst repruduzierenden Markt für Wirtschftsinformationen und die Medien verbreiten diese alle 4 Wochen an die dooffen Konsumenten.
So ist es. Die Wirtschaftsprognosen funktionieren wie Facebooknachrichten. Eine Lüge wird durch permanentes Wiederholen zur Wahrheit. Die selbsternannten Experten liegen seit 2008 zu 100% in ihren Prognosen falsch. Das ist ein Zeichen dafür, dass alles außer Kontrolle geraten ist und der Berufszweig der Wirtschaftswissenschaftler endlich zugeben sollte, dass er nicht mehr versteht was läuft. Stattdessen macht diese Klientel den Markt und die Bürger mit immer wiederkehrenden Katastrophenmeldungen und Fehlprognosen verrückt.
5. Sicher findet sich
smartphone 22.03.2016
wieder ein Unternehmer, der laut den Fachkräftemangel beklagt und sogar bereit wäre für einen E-Technik Ingenieur sogar 15 €/h zu zahlen. Idealerweise flankiert von BITKOM, die aus 300 bundersweit gesuchten schlappe 54000 generiert - dank Ihrer Fakeformeln Achja der Mindestllih für Ing im ÖD beträgt 22 €/h
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Der Ifo-Index
Das Ifo-Institut bittet monatlich rund 7000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate mitzuteilen. Die Unternehmen können ihre Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate als "günstiger", "gleichbleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen.

Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "gut" und "schlecht", der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "günstiger" und "ungünstiger".

Das Geschäftsklima errechnet sich aus dem Mittelwert der Umfrageergebnisse zur Geschäftslage und zu den Erwartungen. Zur Berechnung der Indexwerte werden diese transformierten Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2000 bezogen.


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