Ifo-Index: Gute Stimmung beflügelt deutsche Wirtschaft

Die Unternehmen in Deutschland schöpfen Hoffnung: Der Ifo-Stimmungsindex ist im Januar überraschend deutlich gestiegen - zum zehnten Mal in Folge. Das Plus lag noch über den Erwartungen der Analysten.

Neuwagen stehen am Emdener Hafen zum Export bereit: Stimmung gestiegen Zur Großansicht
ddp

Neuwagen stehen am Emdener Hafen zum Export bereit: Stimmung gestiegen

München - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Januar weiter aufgehellt. Der Ifo-Index stieg von 94,7 Punkten im Vormonat auf 95,8 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Dienstag in München mitteilte.

Der Index, der als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft gilt, legte damit bereits zum zehnten Mal in Folge zu. Der im März 2009 begonnene Aufwärtstrend setzte sich fort, das Barometer erreichte den höchsten Stand seit Sommer 2008. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg auf 95,1 Zähler erwartet.

"Das ist eine positive Überraschung", sagte Postbank-Analyst Heinrich Bayer. "Das signalisiert deutliches Wachstumspotential für die Wirtschaft." Auch Ralph Solveen, Analyst bei der Commerzbank, zeigte sich optimistisch. Das seien gute Nachrichten für die deutsche Wirtschaft, sagte er. "Bis jetzt deutet alles darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung fortsetzt."

Der Index wird monatlich durch eine Befragung von 7000 Unternehmen ermittelt. Die Firmen schätzten sowohl ihre Geschäftslage als auch ihre Perspektiven für die nächsten sechs Monate besser ein als zuletzt.

Die deutschen Anleihen reagierten allerdings negativ auf den gestiegenen Ifo-Index. Der Euro-Bund-Future sank auf sein Tagestief bei 123,16 Punkten. Vor den Daten hatte der Future noch bei 123,30 Punkten notiert.

Auch die Bundesregierung sieht die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands für dieses Jahr positiver als noch im vergangenen Herbst. Sie korrigierte nach Angaben des "Handelsblatts" die Wachstumsprognose um 0,2 Prozentpunkte leicht nach oben. Damit hat sie sich endgültig bei einer Prognose von 1,4 Prozent für 2010 festgelegt. Morgen wolle Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) diese Zahl bekanntgeben, so das Blatt weiter.

Die meisten Ökonomen und Banken seien optimistischer als die Bundesregierung und hielten ein Wachstum von über zwei Prozent für möglich.

Die Wirtschaft ist im vergangenen Jahr mit fünf Prozent so stark eingebrochen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht.

fro/dpa/Reuters

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Forum - Wirtschaft - wie kommt Deutschland am besten aus der Krise?
insgesamt 510 Beiträge
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1. Nur so
kurt klemm 23.12.2009
Die leeren und halbvollen Tanks des Konjunkturmotors müssen gefüllt und nicht die vollen Tanks erneut zum Überlaufen gebracht werden, dann springt auch der Konjunkturmotor wieder an. Bei Tanks, die überlaufen verdampft oder verbrennt der Konjunkturtreibstoff – wie häufig geschehen (ganz aktuell 140 MRD beim Crash anlässlich der Bankenkrise) Wir brauchen eine wesentlich breitere Einkommens- und Vermögensstreuung und nicht erneut eine Übersättigung der Satten durch eine Steuerreform, die oben wieder großzügig und unten mager bedient ! Der Mittelstand wartet auf Kunden und nicht auf Steuererleichterungen für Steuern, die er gar nicht zahlt. Die 700 Millionen Steuererleichterung für Milliardäre durch die Senkung des Spitzensteuersatzes haben Null-Komma-Null positiven Effekt auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt und damit auch auf die politischen Schöpfer dieses irrwitzigen Konstrukts. 700 Millionen in Händen der Verbraucher oder der Gemeinden würden die Wirtschaft und hier namentlich den Mittelstand stärken. Autos werden auch in Zukunft keine Autos kaufen und in die 4-fach-Garage passt auch in Zukunft kein fünttes Automobil - und sei es noch so klein. Übrigens: Von 1960 bis 2005 sank in Deutschland der Anteil der Steuern auf Gewinn- und Vermögenseinkommen von 20 Prozent auf 6,7 Prozent. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Steuern auf Löhne und Gehälter von 6,3 auf 20,8 Prozent. Wer das nicht verändert, wird gar nichts verändern Wer das nicht kapiert, hat gar nichts kapiert.
2. Krisen ?
nimmnix 23.12.2009
Zitat von sysopDie Wirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise machen uns weiterhin zu schaffen. Viel ist noch zu tun, aber über die richtigen Rezepte herrscht meist Dissens. Wie kommt Deutschland Ihrer Meinung nach am besten aus der Krise?
Einfach mal aufhören wahnwitzig hohe Milliarden Beträge von Staatswegen her in die nicht nur und ausschließlich deutsche Wirtschaft zu pumpen. Beträge die noch nicht einmal erwirtschaftet wurden, geschweige denn durch zukünftige Steuereinnahmen abgedeckt und gesichert sind. Gelder die völlig Schamlos und je nach Bedarf ganz einfach in allen EU Ländern frisch gedruckt und in Umlauf gebracht werden um kurzfristig den Zusammenbruch von Firmen, ja ganzer Branchen und selbst staatlich betriebenen Dienstleister wie z.B. die ’Bundesanstalt für Arbeit’ zu verhindern. Die ’Bundesanstalt für Arbeit’ der eine Finanzspritze von 16 Milliarden Euro bis längstens Ende Februar 2010 reichen wird. Ein Faß ohne Boden !! Eine ’Anstalt’ in die in Deutschland lebende und arbeitende Bürger einbezahlen MÜSSEN. Bürger die aus der ganzen Europaeischen Union nach Deutschland kommen weil sie wissen das es bei uns noch etwas gibt. Sei es Arbeit oder Arbeitslosen Geld. Als ob es da nicht nahe genug liegen würde wenigstens 50 % der Ausgaben dieser ’Anstalt’ aus EU Mitteln zu finanzieren . Ich wünsche uns allen einfrohes Krisen freies und fettes Weihnachts Fest. Merry X-Mas NIMMNIX
3. Ein Rezept gäbe es schon ...
ender 23.12.2009
Zitat von sysopDie Wirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise machen uns weiterhin zu schaffen. Viel ist noch zu tun, aber über die richtigen Rezepte herrscht meist Dissens. Wie kommt Deutschland Ihrer Meinung nach am besten aus der Krise?
Über die wichtigsten Rezepte (http://www.fkks.eu/item/11) wird gar nicht diskutiert. Deshalb kann man eigentlich auch nicht von Dissens reden. Beschäftigung muss für Unternehmer wieder attraktiv werden!
4.
Knippi2006 23.12.2009
Zitat von enderÜber die wichtigsten Rezepte (http://www.fkks.eu/item/11) wird gar nicht diskutiert. Deshalb kann man eigentlich auch nicht von Dissens reden. Beschäftigung muss für Unternehmer wieder attraktiv werden!
Auf den ersten Blick ein recht interessantes Konzept. Und jetzt das ABER: Das ganze führt zu nichts anderem als zu weiterer Konzentration, zu wuchernden Unternehmenskonglomeraten und keinesfalls zu dem, was viel nötiger wäre - Diversifikation.
5. Auf Thema antworten
semper fi 23.12.2009
Zitat von sysopDie Wirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise machen uns weiterhin zu schaffen. Viel ist noch zu tun, aber über die richtigen Rezepte herrscht meist Dissens. Wie kommt Deutschland Ihrer Meinung nach am besten aus der Krise?
Wenn Knippi2006 Bundeskanzler wäre, eine Garantie für eine schnelle Erholung - oder auch nicht.
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