Sinkender Ifo-Index Manager bewerten Geschäftslage schlechter

Die deutschen Firmen sind unzufriedener mit der aktuellen Lage, blicken aber zumindest verhalten optimistisch auf die kommenden Monate. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ging insgesamt zurück.

Container im Hamburger Hafen
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Container im Hamburger Hafen


Der Handelsstreit mit den USA und die Sorge vor den Folgen für die weltweite Konjunktur zeigt bei den deutschen Firmen offenbar Wirkung. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ging im Juni von 102,3 Punkten im Vormonat auf 101,8 Zähler zurück. "Der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft flaut ab", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten ihre Geschäftslage schlechter, die Aussichten für die kommenden sechs Monate blieben dagegen unverändert leicht optimistisch.

Der Ifo-Index gilt als der wichtigste Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich durch die Befragung von rund 9000 Managern ermittelt.

"Vor allem die Handelsstreitigkeiten mit den USA lasten auf den deutschen exportstarken Unternehmen", sagte der Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank Liechtenstein. Hinzu komme die angespannte Situation in der deutschen Regierungskoalition. Er verwies aber darauf, dass die Firmen ihre Geschäftsaussichten nicht schlechter bewerteten. "Die Parole lautet deshalb: Die Lage ist nicht hoffnungslos, schon bald sieht es wieder besser aus", sagte Gitzel.

Angesichts des Handelsstreits mit den USA und des schwachen Jahresauftakts haben die führenden Institute ihre Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland deutlich gesenkt. Das Ifo-Institut nahm seine Vorhersage für dieses Jahr von 2,6 auf 1,8 Prozent zurück, für 2019 von 2,1 auf 1,8 Prozent.

mmq/Reuters/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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Cyberfeld 25.06.2018
1.
Ich denke die teilweise Deglobalisierung hat auch Vorteile für Deutschlands Exportunternehmen bieten, unsere Autohersteller sind so gut wie nicht betroffen da man vor Ort produziert und selbst wenn nicht kommt das dann , so lange Zulieferketten nicht zu sehr betroffen sind ist alles in Ordnung. Der Maschinenbau Sektor müsste Jubel, weil das bedeutet das jede Menge neue Fabriken/Manufakturen gebaut werden müssen rund um die Welt, da sind auch die Zölle egal. Nur bei dem Thema China sehe ich Schwarze Wolken aufsteigen, weil die Eu früher oder später den Marktzugang beschränken muss wie Trump es nun vor hat für China und den Technologiebereich. Allerdings so wie Politik bei uns voranschreitet wird das aber erst in 5-6 Jahren so weit sein. Beim Thema Chemie bin ich mir nicht so sicher aber schlimmsten falls müssten dann ebenfalls neue Anlagen ihn Übersee gebaut werden.
thequickeningishappening 25.06.2018
2. Der Index geht an Den Fundamentals vorbei
Hier mal Ein paar Zehntel Prozent hoch, jetzt 5/10 runter. Die Manager sehen Den Wald vor lauter Bäumen nicht und Diese Sichtweise spiegelt Das Quartalsdenken bonusorientierter Firmenlenker !
Direwolf 25.06.2018
3. Aha...
Zitat von thequickeningishappeningHier mal Ein paar Zehntel Prozent hoch, jetzt 5/10 runter. Die Manager sehen Den Wald vor lauter Bäumen nicht und Diese Sichtweise spiegelt Das Quartalsdenken bonusorientierter Firmenlenker !
Und wie erklären sie sich, dass dieser Index eine so gute Korrelation zum späteren BIP hat?
thequickeningishappening 25.06.2018
4. # 3
Zahlen sind geduldig. Mich würde mal Die Korrelation zwischen Arbeitsmarktdaten und Kaufkraftverteilung, erwirtschaftetetem BIP und "BIP auf Salden" interessieren?
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