IG Metall Tarifgespräche gehen weiter - vorerst keine Streiks

Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall zunächst weiter verhandeln. Sollte der Einigungsversuch scheitern, droht die Gewerkschaft mindestens mit weiteren Warnstreiks.

Fahne der IG Metall
DPA

Fahne der IG Metall


Der Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie geht in die nächste Runde. Die IG Metall will einen neuen Anlauf für eine Einigung mit den Arbeitgebern machen. Der Vorstand der Gewerkschaft stellte die Entscheidung für eine Ausweitung der Streiks auf 24 Stunden zurück.

Ab Freitag und bis Samstagmittag werde noch einmal weiterverhandelt, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Jörg Hofmann. "Steht morgen Mittag keine Lösung, ist der Vorstand vorbereitet, unmittelbar die Ausweitung der Arbeitsauseinandersetzung zu beschließen", drohte er. Das schließe neben 24-Stunden-Warnstreiks auch Urabstimmungen in einzelnen Regionen über flächendeckende Streiks mit ein.

Im Zentrum des Konflikts steht die Gewerkschaftsforderung, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit für die Dauer von bis zu zwei Jahren auf 28 Wochenstunden reduzieren können. Einige Gruppen wie Schichtarbeiter oder Eltern junger Kinder sollen dabei noch einen Ausgleich für entgangenen Lohn erhalten, was die Arbeitgeber bislang strikt abgelehnt haben. Sie fordern zudem, das jetzige Arbeitsvolumen mindestens zu erhalten.

Über eine Erhöhung der Entgelte für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten wurde noch gar nicht verhandelt. Die IG Metall verlangt eine Lohnerhöhung um sechs Prozent. Die Arbeitgeber bieten bisher zwei Prozent.

asc/dpa/Reuters/AFP



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