Tarifverhandlungen IG Metall setzt Warnstreiks in NRW aus

Die IG Metall und die Arbeitgeber aus der Metall- und Elektroindustrie kommen sich näher: Die Gewerkschaft setzt nun die Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen aus - um für "Luft zum Atmen" zu sorgen.

Nokia-Mitarbeiter in Bochum-Riemke: Streiks vorerst ausgesetzt
DPA

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Mühlheim - Die IG Metall setzt ihre Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen bis zum 18. Februar aus. In den Tarifverhandlungen mit der Metall- und Elektroindustrie seien in der dritten Runde Fortschritte erzielt worden. Mit der Warnstreikpause solle für "Luft zum Atmen" gesorgt werden, sagte der NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft, Knut Giesler. Der Verhandlungsleiter der Arbeitgeber, Arndt Kirchhoff, bestätigte: "Es ist nicht einfach, aber wir haben einen Einigungswillen."

Am 18. Februar will die Tarifkommission der Gewerkschaft zusammenkommen und entscheiden, wie die IG Metall weiter vorgehen wird. In der kommenden Woche stehen auch in den beiden anderen großen Metall-Tarifbezirken Bayern und Baden-Württemberg Verhandlungen an. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Lohn, flexiblere Regelungen der Altersteilzeit und einen Einstieg in die Bildungsteilzeit. Die Arbeitgeber haben bislang einen Lohnzuwachs von 2,2 Prozent geboten.

Begleitet wurde die dritte Verhandlungsrunde in NRW erneut von Demonstrationen und Arbeitsniederlegungen. Am Verhandlungsort protestierten laut IG Metall 10.000 Beschäftigte aus zahlreichen Betrieben in NRW für ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber. An den seit einer Woche andauernden Warnstreiks beteiligten sich im Land laut IG Metall mehr als 100.000 Beschäftigte.

bka/dpa/Reuters



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