Christiane Benner IG-Metall-Vizechefin fordert Frauenquote für Vorstände

Eine der mächtigsten deutschen Managerinnen fordert eine verbindliche Frauenquote für die obersten Führungsetagen. Gemischte Vorstände seien schlicht erfolgreicher, sagt IG-Metall-Vizechefin Benner.

Christiane Benner
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Christiane Benner, 50, gilt als eine der mächtigsten Frauen der deutschen Wirtschaft. In ein paar Jahren könnte die IG-Metall-Vizechefin sogar zur Vorsitzenden von Deutschlands größter Einzelgewerkschaft aufrücken. Nun wirft sie nach SPIEGEL-Informationen ihren Einfluss in die Waagschale, um in den Leitungsebenen deutscher Firmen das Thema Gleichberechtigung voranzutreiben - und auch für das Management eine Frauenquote zu fordern.

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Heft 42/2018
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Bislang gibt es diese nur für das Kontrollgremium von Unternehmen, den Aufsichtsrat. Dort sind seit 2016 mindestens ein Drittel der Mandate mit weiblichen Kandidaten zu besetzen. Nach einer Untersuchung des statistischen Bundesamts von Ende September ist der Anteil von weiblichen Führungskräften in der deutschen Wirtschaft 2017 allerdings leicht gesunken, auf 29,2 Prozent.

Benner will das ändern. "Wir brauchen verbindliche Frauenquoten für Vorstände und die Management-Ebenen darunter", verlangt die Spitzengewerkschafterin. Die Firmen hätten lange genug Zeit gehabt, sich eigene Zielgrößen zu geben, aber viel zu wenig getan, argumentiert sie. Nun müsse gehandelt werden - in Form eines Gesetzes. Immerhin sei "längst erwiesen, dass gemischte Führungsteams erfolgreicher sind".

Vorbild könnte eine Regelung sein, die Bundesjustizministerin Katarina Barley für Leitungsfunktionen im Öffentlichen Dienst plant. Sie plant ein Gesetz, wonach derartige Positionen bis 2025 jeweils zur Hälfte mit Männern und Frauen zu besetzen sind.

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