7500 Arbeitsplätze fallen weg Ikea baut um

Ikea will mehr in den Onlinehandel und neue Ladenkonzepte investieren - in der Verwaltung dagegen fallen 7500 Stellen weg. Im Gegenzug könnten Tausende neue Arbeitsplätze entstehen.

Ikea in Hamburg-Altona (Archiv)
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Ikea in Hamburg-Altona (Archiv)


Der weltweit größte Möbelkonzern Ikea strukturiert um. Das Unternehmen will in der Verwaltung Jobs abbauen und gleichzeitig im Onlinehandel Tausende Stellen schaffen.

In den kommenden Jahren sollen vor allem in den zentralen Funktionen 7500 von 160.000 Arbeitsplätzen gestrichen werden. Dafür würden im Onlinehandel und bei neuen Laden-Formaten aber 11.500 neue Jobs geschaffen werden, teilte der Konzern mit.

Die Einzelhandelslandschaft verändere sich "in einem nie dagewesenen Ausmaß und Tempo", teilte der Mutterkonzern Ingka mit. Auch das Kundenverhalten ändere sich schnell und diesen Bedürfnissen wolle das Unternehmen begegnen, begründete Firmenchef Jesper Brodin die Pläne. Ikea will sich künftig verstärkt auf seine Präsenz in den Städten und das Onlinegeschäft konzentrieren

30 neue "Kontaktpunkte" geplant

"Wir müssen unsere Organisation vereinfachen", sagte Brodin. Der Personalabbau, der etwa fünf Prozent der gesamten Arbeitsplätze ausmacht, betreffe vor allem zentrale Funktionen und Servicebüros. "Dies betrifft nicht den Ladenbetrieb oder Vertriebseinheiten", sagte der Manager.

Ikea unterhält weltweit 367 Möbelhäuser in 30 Ländern. Wegen der wachsenden Marktmacht von Onlinehändlern wie Amazon baut Ikea sein Internetgeschäft aus und testet als Alternative zu seinen großen, blau-gelben Einkaufszentren am Stadtrand kleinere Läden in Innenstädten.

Die neuen geplanten innerstädtischen Formate sollen die "traditionellen großen Einrichtungshäuser ergänzen", hieß es. In den kommenden beiden Jahren sollen demnach 30 neue "Ikea Kontaktpunkte" entstehen - neben klassischen Einrichtungshäusern auch "neue Formate".

Der Personalabbau in Deutschland soll sich zunächst auf die Landeszentrale in Wallau und die Logistik in Dortmund auswirken, teilte eine Sprecherin mit. Die Einrichtungshäuser seien "zurzeit nicht im Fokus". Derzeit sei aber noch unklar, wie viele Mitarbeiter genau in Deutschland von dem Stellenumbau betroffen sein könnten.

brt/Reuters/AFP

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