Möbelkette EU-Kommission nimmt Ikea-Steuerdeals ins Visier

Die EU-Kommission hat eine Prüfung wegen fragwürdiger Steuerregelungen des Möbelhändlers Ikea in den Niederlanden eingeleitet.

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Die EU-Wettbewerbshüter nehmen mögliche unerlaubte Steuervorteile für den Möbelhändler Ikea in den Niederlanden ins Visier. Eine eingehende Prüfung wegen fragwürdiger Steuerregelungen werde eingeleitet, teilte die EU-Kommission mit.

Zwei Steuerabkommen mit dem niederländischen Staat könnten der Franchise-Tochter von Ikea "einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen" gegeben haben, erklärten die EU-Wettbewerbshüter. Dabei könne "ein Verstoß gegen EU-Regeln zu Staatsbeihilfen" vorliegen.

Ikea hat die Vorwürfe zurückgewiesen. "Die Art und Weise, wie wir von den nationalen Behörden besteuert wurden, steht unseres Erachtens im Einklang mit den EU-Vorschriften", teilte das Unternehmen mit. Die von den EU-Wettbewerbehütern angekündigte Prüfung könne Klarheit bringen und das bestätigen.

beb/AFP

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klyton68 18.12.2017
1. Ist zu begrüßen
Allerdings sollte auch bekannt sein, was kommen wird. Man wird die Steuern auf den Endverbraucher umlegen. Also bezahlt der Steuerzahler und jetzt schon geprellte, wieder selbst. Leute mit Geld kaufen bei Rolf Benz zB
hexagon7467 18.12.2017
2. Boykottaufruf
Na endlich. Leider wird nix dabei herauskommen. Das einzige was hilft - Boykott. Wer so dreist Steuern in Milliardenhöhe umgeht und sich auf der anderen Seite mit einigen Charity-Almosen als der große Wohltäter darstellt, bekommt von mir keinen Auftrag!!!
e.b123 18.12.2017
3. Steuerdeals
Einfache Lösung Jedes Unternehmen bezahlt für die in jedem Land gemachten Gewinne Steuern. Sämtliche Verrechnungen mit im Ausland bestehen Filialen werden Untersagt Punkt. Total einfach und nicht interpretierbar.
pwkl 18.12.2017
4. Natürlich wird das zu Preiserhöhungen führen...
...aber das wird nicht den Umfang der ganzen Steurvermeidungen erreichen können. Und im Übrigen wäre es ja auch ein ökologisch wünschenswerter Effekt, wenn der echte Preis für so manchen Ramsch aufgerufen wird und sich dann so mancher überlegt, ob diese Wegwerfartikel das auch wert sind, also vielleicht weniger Tand kauft. Bezahlbare Möbel wird es weiterhin dort geben, aber dann halt zu einem Preis, der die angemessenen Steuern enthält (ja ich weiss, mit dem Nettopreis steigt dann auch noch die Umsatz-/Mehrwertsteuer, die eine reine Endverbrauchersteuer ist, aber siehe oben...)
Hans_R 18.12.2017
5. Sie haben keine Ahnung,
Zitat von klyton68Allerdings sollte auch bekannt sein, was kommen wird. Man wird die Steuern auf den Endverbraucher umlegen. Also bezahlt der Steuerzahler und jetzt schon geprellte, wieder selbst. Leute mit Geld kaufen bei Rolf Benz zB
Leute mit Geld, so wie ich, lassen fertigen.
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