Nach Umsatzeinbußen Ikea will künftig offenbar Möbel verleasen

Wegen sinkender Umsätze steht Ikea unter Druck. Nachdem der Möbelkonzern seinen Kunden schon den Rückkauf alter Ikea-Möbel angeboten hat, soll jetzt ein Leasingmodell folgen.

Ikea-Fahnen in Magdeburg
DPA

Ikea-Fahnen in Magdeburg


Der schwedische Möbelhersteller Ikea will Möbel zum Leasing anbieten. Ikea wolle das Leasing zunächst versuchsweise nur in der Schweiz anbieten - dort allerdings noch im Februar, sagte der Vorstandsvorsitzende der Holding Inter Ikea, Torbjorn Loof, der "Financial Times".

Zuletzt hatte Ikea wegen Verschärfungen des Rückgaberechts Aufsehen erregt. Galt es zuvor ein Jahr lang unabhängig vom Zustand der Produkte und konnte ohne Angabe von Gründen geltend gemacht werden, akzeptiert das Möbelhaus seit September nur noch neue und unbenutzte Waren.

Um das jetzt berichtete Leasing möglich zu machen, werde man mit Partnern zusammenarbeiten, sagte Loof der Zeitung. Nach dem Ende des Leasings sollen die Kunden die Möbel wieder zurückgeben. Das Unternehmen wolle die gebrauchten Gegenstände dann aufbereiten und verkaufen, was deren Nutzungsdauer erhöhen solle.

Der schwedische Möbelbauer hatte sich zuletzt wegen Umsatzrückgängen neu organisiert. Teil der neuen Unternehmensphilosophie ist auch die Eröffnung von Filialen in Innenstädten. Außerdem sollen im Zuge der Neuausrichtung Tausende Stellen gestrichen werden.

Mit dem Leasing-Angebot will Ikea laut dem Bericht Umsatzeinbußen im regulären Verkauf kompensieren und sich auf veränderte Bedürfnisse bei den Kunden anpassen. Zunächst wolle man das Leasing von Büromöbeln an Unternehmen ausprobieren, sagte Loof. Auch bei Einbauküchen könne das Modell später möglicherweise angewandt werden.

fek



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