Umweltschutz Ikea nimmt Elektrogeräte nicht zurück

Elektrohändler müssen kleine Geräte wie Toaster zurücknehmen. Ikea kommt dieser Pflicht nicht nach, sagt die Deutsche Umwelthilfe. Das Möbelhaus weist die Vorwürfe zurück: Einzelne Mitarbeiter hätten Fehler gemacht.

Ikea-Filiale in Eching bei München
DPA

Ikea-Filiale in Eching bei München


Die Deutsche Umwelthilfe wirft dem Möbelriesen Ikea vor, gegen die Rücknahmepflicht für alte Elektrogeräte zu verstoßen. Bei Testbesuchen sei die Rücknahme von Kleingeräten wie Glühbirnen verweigert worden, teilte der Verband mit. Auch seien die Testkunden in den Filialen nicht korrekt über die hierzu geltenden Regelungen informiert worden. Die Umweltschützer forderten eine Unterlassungserklärung von Ikea.

Nach Angaben der Organisation gab es unter anderem Schwierigkeiten mit dem Dienstleister zmart24, der von Ikea mit der Rücknahme von kleineren Elektrogeräten und Leuchtmitteln beauftragt wurde.

Das Möbelhaus wies den Vorwurf zurück. Ikea habe sich bereits vor Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes im Juli umfassend vorbereitet und setze es in sämtlichen Einrichtungshäusern sowie im Versandhandel um, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Das Unternehmen räumte Anlaufschwierigkeiten an, verwies aber grundsätzlich auf die eingerichteten Rückgabemöglichkeiten in den Märkten sowie online-gestützt über das Logistikunternehmen DHL und den Recycling-Dienstleister. Die verweigerte Annahme der Lampen beruhe auf dem Fehler eines einzelnen Mitarbeiters, der sich im Testfall nicht korrekt verhalten habe.

Das Gesetz zur Rücknahmepflicht gilt bereits seit Oktober, eine letzte Übergangsfrist lief allerdings noch bis zum 24. Juli. Händler ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern müssen kleine Elektrogeräte wie Haartrockner oder Toaster grundsätzlich zurücknehmen. Eine Rücknahmepflicht für größere Geräte gibt es, wenn Kunden ein gleichwertiges Neugerät kaufen.

asa/AFP/dpa



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